E-Mobilität

Es gibt aber eine Alternative zu batteriebetriebenen Fahrzeugen – nämlich die Brennstoffzelle

Herwig Wulf

Von Herwig Wulf (Kirchzarten)

Mo, 18. November 2019

Leserbriefe

Zu: "Die E-Mobilität kommt voran", Agenturbeitrag (Politik, 5. November)

Zunehmend sieht man in der Förderung des Elektroautos einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz im Verkehrswesen. Neuerdings hat sich Bundeskanzlerin Merkel mit Vertretern der Autoindustrie, insbesondere VW, für den verstärkten Bau von Elektroautos und der Vervielfachung von Ladestationen eingesetzt. Dafür sollen Milliarden bereitgestellt werden.

Die Nachteile der E-Autos liegen aber auf der Hand: Sie sind zu teuer, sie haben eine geringe Reichweite, und wenn der geladene Strom nicht von erneuerbaren Energien kommt, verbessern sie die Atmosphäre in keiner Weise. Außerdem ist ein Bestandteil von Batterien Lithiumcarbonat, das hierzulande nicht vorhanden ist und aus dem Ausland importiert werden muss, zum Beispiel aus dem lithiumreichen Bolivien. Es gab dazu schon einen Vertrag mit dem dortigen Präsidenten, Evo Morales, der diesen kurzerhand aufgekündigt hat. Das zeigt, dass wir uns durch Elektroautos vom Ausland abhängig und erpressbar machen.

Es gibt aber doch eine Alternative, nämlich die Brennstoffzelle. Sie bedarf keinerlei Rohstoff, den es in Deutschland nicht gibt. Mithilfe von Elektrizität wird Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespaltet. Der Sauerstoff darf in die Luft gehen, der Wasserstoff ist ein Gas, das sich stark komprimieren, speichern und als Antrieb für Autos und Flugzeuge einsetzen lässt. Deren Reichweite wäre überhaupt kein Problem. Angeblich gebe es nicht genug Strom aus erneuerbaren Energien. Tatsächlich aber gibt es bereits an verschiedenen Stellen in Deutschland Kraftwerke, zum Beispiel das Wasserkraftwerk in Wyhlen am Rhein, das mehr Strom erzeugen kann, als in der Gegend gebraucht wird. Der überschüssige Strom könnte Wasserstoff erzeugen und damit Vorräte anlegen. Jedenfalls braucht man für brennstoffzellenbetriebene Autos überhaupt keine einzige neue Tankstelle.

Herwig Wulf, Kirchzarten