Rettungsschiff

Hier greift die Kirche in die Politik ein

Christine Hermann

Von Christine Hermann (Müllheim)

Sa, 15. Februar 2020

Leserbriefe

Zu: "Kirchliches Rettungsschiff soll Ostern in See stechen", Beitrag von Annemarie Rösch (Politik, 5. Februar)

Zur Wahrheit gehört, dass durch die geplante Rettungsaktion der evangelischen Kirche tausende Migranten zusätzlich animiert werden, deren Familie den Schlepperbanden bis zu 10 000 Dollar pro Person bezahlen, um sie nach Europa zu bringen. Zur Zeit sind doch die Länder der EU bemüht, diesen Schlepperbanden das Handwerk zu legen. Hier greift die Kirche in die Politik ein.

Besser wäre es, wenn die Kirche mit den zuständigen Politikern kooperieren und sich aus der Politik raushalten würde. Die europäischen Regierungschefs wollen das Verladen der Menschen in die seeuntüchtigen Schlauchboote durch geeignete Maßnahmen verhindern. Der Gesamteindruck ist der, dass die evangelische Kirche nichts anderes tut, als blinden Aktionismus voranzutreiben. Auch seitens der katholischen Kirche wäre es besser gewesen, dass sie die 50 000-Euro- Spende von Kardinal Marx für die sexuellen Missbrauchsopfer der katholischen Geistlichen verwendet hätte.

Auch die aufgeführten Befürworter wie Ärzte ohne Grenzen, der DGB und so weiter greifen in die von der EU genannten Lösungen ein. Diese ganzen Befürworter sollten aus eigener Tasche für die geretteten Migranten aufkommen. Wichtig ist, dass vor Ort in den afrikanischen Ländern für bessere wirtschaftliche Verhältnisse gesorgt wird. Hier wurden Hilfsangebote als Folge der Afrikareise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angestoßen. Christine Hermann, Müllheim