Kommentar

"Mohrenkopf"-Debatte in der Schweiz: Sprache ist nicht neutral

Bernhard Amelung

Von Bernhard Amelung

Mi, 24. Juni 2020 um 07:28 Uhr

Kommentare

BZ-Plus Kaum jemand bezeichnet sich selbst als Rassisten. Dennoch kann man mit seiner Sprache andere Menschen ausgrenzen. Das zeigt eine Debatte in der Schweiz um eine beliebte Süßigkeit.

Am Ende war der Druck zu groß. Nach Protesten hat das Schweizer Detailhandelsunternehmen Migros vor einigen Tagen einen Klassiker aus seinen Regalen entfernt: "Mohrenköpfe" von Dubler, einem Traditionsbetrieb aus dem aargauischen Ort Waltenschwil. Mit diesem Schritt reagiere Migros auf die aktuelle Rassismus-Debatte, teilte das Unternehmen auf Twitter mit.

Die Debatte um die Dubler-"Mohrenköpfe" ist nicht neu. Schon 2017 setzte sich eine Initiative für eine Namensänderung ein. Die Bezeichnung reproduziere ein menschenverachtendes Weltbild.

Doch warum soll man diese Debatte überhaupt führen?
Rassismus ist Rassismus, nicht erst seit der Onlinepetition. Der "Mohr" gehört zu den ältesten deutschen ...

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