Trotz Corona: "’s Läbbe isch schee"

Peter Stellmach

Von Peter Stellmach

Do, 26. März 2020

Titisee-Neustadt

"Bure zum Alange" wollen den Menschen Mut machen.

TITISEE-NEUSTADT (pes). "Mut machen wollen wir in einer Zeit der schlechten Nachrichten": So beschreibt Wolfgang Winterhalder, im Duo "Bure zum Alange" der Herr Schwaderlappen neben Bauer Niki König, die Beweggründe für den Video-Clip mit dem Titel "’s Läbbe isch schee". Ganz frisch aufgenommen ist es auf Königs Bartleshof. Mit dabei ist sein Vater Eduard König, 85, dessen Lebensmotto die beiden Künstler beeindruckt: "’s goht immer witer".

Niki König ist sich im Klaren darüber, dass das Leben "natürlich nicht immer für jeden schön ist". Aber sie wollten aus ihrer eigenen tief verwurzelten Zuversicht heraus zu verstehen geben, dass mit Zusammenhalt, Zuversicht und gern auch ein wenig Demut die Coronakrise überstanden werden kann. Nicht zuletzt, sagt Winterhalder, ist der Beitrag der Bure zur Nachbarschaftshilfe in einer schwierigen Zeit zu verstehen.

Das Duo – Winterhalder vom Kirnerhof in Rudenberg, König aus dem Breitnauer Ortsteil Siedelbach – steht seit 20 Jahren auf der Bühne und tritt für die Sache der Bauern ein. Im Jubiläumsjahr, das die beiden Freunde aus persönlichen Gründen ruhig angehen lassen wollten, sind die ersten drei Auftritte abgesagt, und zwar in Lenzkirch (wo gerade die Proben liefen), Öfingen und Hofstetten. Sowieso wäre dann Sommerpause, und die erste Vorstellung danach am 24. Juli in Yach im Elztal. Im Spätjahr soll es weitergehen.

Die Bühne ist für beide Bauern ein weiteres wirtschaftliches Standbein. So, wie die Landwirtschaft immer nach einer breiten Aufstellung suchte. Aber, sagt Winterhalder, "sie ist nicht existenziell".

Das Echo auf ihre "schee"-Botschaft ist kräftig: Dienstagnachmittag ins Netz gestellt, ist der Clip schon mehr als 10000 Mal angeschaut und angehört worden.

Den Clip finden Sie unter http://mehr.bz/diebure