Gehalt von Müttern

Mutterschaft als Strafe bezeichnen, geht zu weit

Roswitha Seidelmann

Von Roswitha Seidelmann (Freiburg)

Di, 30. Juni 2020

Leserbriefe

Zu: "Mutter werden ist teuer", Agenturbeitrag (Wirtschaft, 23. Juni)
Über den aus einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zitierten Begriff "Bestrafung der Mutterschaft" war ich entsetzt. Wie kann man sich so etwas ausdenken, verbreiten und auch noch stolz darauf sein? Wie kann man das Glück und den Lebenssinn, den Kinder bringen, gegen entgangenes Geld aufrechnen? Kann Frau Barisic auch prozentgenau ausrechnen, um wie viel glücklicher eine kinderlose Frau mit höherem Gehalt ist als eine Mutter in Teilzeit? Kinder wegen finanzieller Einbußen als Bestrafung für die Mutter zu bezeichnen, geht zu weit und ist inakzeptabel. Roswitha Seidelmann, Freiburg