NACH TORESSCHLUSS

Matthias Kaufhold

Von Matthias Kaufhold

Di, 13. Oktober 2020

Verbandsliga Südbaden

VERBANDSLIGA

Im zweiten Anlauf

Drei Tage nach dem ursprünglich angesetzten Termin wagen die Fußballer des FC Teningen und des SV Endingen einen zweiten Anlauf: Am Dienstag, 19.15 Uhr, soll nun auf Teninger Kunstrasen (Flutlicht!) das Verbandsliga-Derby stattfinden, das am vergangenen Samstag wegen eines Corona-Verdachtsfalls im Kader der Kaiserstühler abgesetzt wurde. Da der Covid-19-Test negativ ausfiel, kann die Partie nun schnell nachgeholt werden. Pflichtspiel statt Trainingseinheit heißt es nun beim SVE, der weiterhin auf Johannes Göring, Benedikt Hügel und Robin Zimmermann verzichten muss. Das Mitwirken von Torhüter Ron Fahlteich ist aus beruflichen Gründen noch unsicher. Bei den Gastgebern aus Teningen ist die Personallage ebenfalls unverändert. Trainer Marcel Kobus ("Ich will das Heimspiel unbedingt gewinnen") muss ohne Colin Tritschler und wohl auch ohne Carsten Giedemann und Simon Huber planen. Verbandsliga-Konkurrent SF Elzach-Yach möchte seine ausgefallenen Heimspiele gegen den SV Kuppenheim und den SV Bühlertal gerne nächste und übernächste Woche jeweils am Mittwoch austragen. Eine Bestätigung des Staffelleiters und der Gegner steht aber noch aus.

BEZIRKSLIGA

0:3 im Aufsteigerduell

So eindeutig, wie es das Ergebnis (0:3) suggeriert, verlief das Aufsteigerduell zwischen dem SC March und den SF Eintracht Freiburg nicht. Fand zumindest SCM-Spielertrainer Fabian Spiegler: "Wir haben in den ersten zwanzig Minuten das Spiel gemacht, und ich hatte das Gefühl, wir gewinnen." An Chancen mangelte es nicht. Spiegler traf das Aluminium (15.), auch Erik Hafner hatte das 1:0 auf dem Fuß, entschied sich aber für die falsche Seite und gab Gästetorwart Philipp Maier die Gelegenheit, seinen Schuss zu blocken. Besser machten es die Gäste, die in der 23. Minute in Führung gingen. "Ein Problem ist, dass wir bei einem Gegentor zu schnell die Köpfe hängen lassen", mahnte Spiegler an. Die Freiburger zogen nach dem Wechsel mit einer 3:0-Führung davon, und der SCM rutschte auf den elften Rang ab. "Wir stehen ein bissel unter Wert da", fand Spiegler, der aber einiges zu verbessern sieht. "Zum Beispiel sollten wir vorm Tor zielstrebiger agieren." Die nächste Gelegenheit dazu hat March am Donnerstag um 19.30 Uhr: Dann wird die am fünften Spieltag ausgefallene Partie gegen Simonswald nachgeholt.

Wassmer beschenkt sich

Die Formkurve des FC Wolfenweiler-Schallstadt zeigt nach oben. Mit dem 4:2 in Prechtal landete die Mannschaft von Julian Sutter bereits den vierten Sieg in Folge und hat damit den Anschluss an das Spitzenquartett hergestellt. Die erste Großchance des Spiels hatten allerdings die Gastgeber. "Unser Torwart Marcel Neumann hat uns da mit einer Riesenparade im Spiel gehalten", gestand Sutter. "Danach haben wir aber das Spiel bestimmt und eine sehr reife Leistung abgeliefert. Wir haben den Kampf gegen Prechtal angenommen, als Mannschaft sehr gut verteidigt, haben uns aber auch Superchancen herausgespielt und verwertet." Eifrigster Torschütze war Nico Wassmer, der am Tag zuvor seinen 29. Geburtstag gefeiert hatte und sich mit drei Treffern "nachträglich selbst beschenkt hat".

KREISLIGA A

Erster Dreier

Bis zum siebten Spieltag hat es gedauert, doch nun war es soweit: Die SG Weisweil/Forchheim konnte erstmals in dieser Saison einen Sieg einfahren. Mit dem 3:1-Heimerfolg gegen den SC Kiechlinsbergen glückte gleichzeitig ein Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller. "Beide Mannschaften standen unter Druck. Das war ein echtes Sechs-Punkte-Spiel", fasste Benjamin Tritschler, Spielausschuss der SG, zusammen. Wadim Dell machte per Elfmeter das 1:0 gegen seinen Ex-Club. Nur drei Minuten später legte Christian Löffler nach. Wiederum zwei Minuten danach brachte Dennis Kern einen sehenswerten Distanzschuss im Tor unter – 3:0 nach 54 Spielminuten. In der Folge ließ die SG den SC Kiechlinsbergen aber noch einmal ins Spiel kommen, dem SCK gelang das 1:3. Weitere Gegentreffer verhinderte Janik Risch im Tor von Weisweil/Forchheim. Tritschler unterstrich die Wichtigkeit des Erfolgs: "Man hat gesehen, dass wir es vielleicht ein bisschen mehr wollten." Insgesamt befinde sich die SG noch in der Findungsphase unter dem neuen Trainer Sebastian Vogt: "Wir haben viele Neuzugänge und müssen als Mannschaft noch zusammenwachsen. Das ist ein langwieriger Prozess, es muss noch an einigen Stellschrauben gedreht werden."

Ein Achtungserfolg

Der Neuenburger Trainer Ilir Dabiqaj hatte vor dem Spiel gegen die Spvgg Gundelfingen/Wildtal vor deren starker Offensive gewarnt. Diese gelte es zu kontrollieren, so Dabiqaj. Das klappte jedoch nicht wirklich, denn Gundelfingen setzte sich mit 4:0 (2:0) durch. Daniel Ficht, sportlicher Leiter der Spielvereinigung, gab zu, das Team habe bei der Erwartung des Aufstiegskandidaten ein wenig Bammel gehabt. "Wir hatten bisher einen guten Sturm, aber eine wacklige Abwehr", so Ficht. Die Abwehr aber hielt dicht. Ficht hob dabei die Innenverteidiger Niklas Heizmann und Christoph Müller sowie Torhüter Marco Babic hervor: "Die Jungs haben einen sehr guten Job gemacht." Doch auch die Gundelfinger Offensive präsentierte sich spielfreudig. Nach einem Rückpass über 30 Meter musste der Neuenburger Torhüter nach 35 Minuten mit den Händen zum Ball. Den fälligen Freistoß im Fünfmeterraum drosch Heizmann in die Maschen. Noch vor der Pause fuhren die Gastgeber einen Konter nach einem Neuenburger Ballverlust und stellten auf 2:0. Die Heimelf dominierte auch nach Wiederanpfiff: Dominik Eckert traf zum 3:0. Maximilian Weber erzielte in der Schlussphase beim 4:0 seinen zweiten Treffer. "Wir haben das Spielglück gehabt", befand Ficht.