Sanders triumphiert in New Hampshire

afp

Von afp

Do, 13. Februar 2020

Ausland

Schlappe für Biden bei Vorwahl.

MANCHESTER (AFP). Großes Comeback von Bernie Sanders, herbe Schlappe für Joe Biden: Der linksgerichtete Senator Sanders hat die wichtige Präsidentschaftsvorwahl der US-Demokraten im Bundesstaat New Hampshire für sich entschieden. Ex-Vizepräsident Biden, der lange Zeit zu den Top-Favoriten für die Kandidatur gegen Präsident Donald Trump gezählt worden war, landete am Dienstag nur auf dem fünften Platz.

"Dieser Sieg hier ist der Anfang vom Ende für Donald Trump", sagte der 78-jährige Sanders aus dem benachbarten Bundesstaat Vermont vor jubelnden Anhängern in New Hampshire. Laut US-Sendern holte Sanders in New Hampshire 26 Prozent. Hinter ihm folgten die moderat-pragmatischen Bewerber Pete Buttigieg (24 Prozent) und Amy Klobuchar (20 Prozent). Dahinter rangierten die linksgerichtete Senatorin Elizabeth Warren mit neun Prozent und Biden, der lediglich auf acht Prozent kam. Sanders hatte bereits vor vier Jahren bei den Vorwahlen der Demokraten für Furore gesorgt. Letztlich war er damals aber im internen Rennen der früheren Außenministerin Hillary Clinton unterlegen, die dann die Präsidentschaftswahl gegen Trump verlor.

Doch die Vorwahlen ziehen sich noch bis Juni hin und sind mit vielen Unwägbarkeiten behaftet. In New Hampshire fand erst die zweite Vorwahl statt. Bei der ersten Abstimmung vergangene Woche in Iowa hatte der erst 38-jährige Buttigieg einen Überraschungssieg errungen, allerdings nur mit hauchdünnem Vorsprung vor Sanders. Der 77-jährige Biden war dort nur auf Platz vier gelandet. Ein Erfolg war die Vorwahl in New Hampshire hingegen für die Senatorin Klobuchar, die wie Biden den moderaten Parteiflügel vertritt. Ihr dritter Platz mit 20 Prozent ist ein beachtliches Ergebnis. In Iowa war Klobuchar hinter Biden Fünfte geworden. Nach der Wahl in New Hampshire schrumpfte das Bewerberfeld auf neun Anwärter zusammen. Zu den verbliebenen Bewerbern gehört der Medienmilliardär Michael Bloomberg. Der 77-Jährige will erst am sogenannten Super-Dienstag am 3. März antreten, an dem Vorwahlen in 14 Staaten stattfinden.