Reform

Bundestag will Opfer von Terror und Gewalt besser entschädigen

dpa

Von dpa

Fr, 08. November 2019 um 08:18 Uhr

Deutschland

Die Neuregelung ist eine Reaktion auf das Berliner Weihnachtsmarkt-Attentat vom Dezember 2016. Die staatlichen Hilfen für die Opfer waren damals als nicht ausreichend kritisiert worden.

Opfer von Terrorangriffen und Gewalttaten und deren Hinterbliebenen sollen in Zukunft besser versorgt werden. Das sieht eine Reform des Entschädigungsrechts vor, die der Bundestag am späten Donnerstagabend verabschiedet hat. Unter anderem werden damit finanzielle Hilfen aufgestockt und der Kreis der Berechtigten erweitert. Allerdings muss nach dem Bundestag auch der Bundesrat noch zustimmen. Die Neuregelung ist eine Reaktion auf das Berliner Weihnachtsmarkt-Attentat vom Dezember 2016. Die staatlichen Hilfen für die Opfer waren damals als nicht ausreichend kritisiert worden.

Monatliche Hilfen, Waisenrenten und Bestattungsgelder erhöht

Mit der Reform werden monatliche Zahlungen an Geschädigte ebenso erhöht wie Waisenrenten und Bestattungsgelder. Darüber hinaus können künftig auch Opfer psychischer Gewalt eine Entschädigung erhalten sowie Menschen, die als Zeugen von Terror einen schweren Schock erlitten haben. Neu eingeführt werden "schnelle Hilfen" in Traumaambulanzen. Ein Großteil der Neuregelungen tritt allerdings erst Anfang 2024 in Kraft. Die Bundesländer, die für die Umsetzung zuständig sind, sollen so ausreichend Zeit zur Vorbereitung bekommen.