Das Ende von Sturm und Drang

Michael Neubauer

Von Michael Neubauer

Fr, 22. Januar 2010

Deutschland

Attac Deutschland feiert sein zehnjähriges Bestehen / Manche der Globalisierungskritiker fordern, das Netzwerk neu zu erfinden.

FREIBURG. Der einprägsame Name steht wie kein anderer für Kritik an der Globalisierung und am Kapitalismus: Attac. Vor Jahren noch wurden die Forderungen des Netzwerks von vielen belächelt. Naiv und ökonomisch unausgegoren seien sie. Dann kam die Finanzkrise – und Attac-Slogans sind Mainstream. Heute feiert die deutsche Sektion des Netzwerks seinen zehnten Geburtstag.

Sven Giegold erinnert sich noch gut an das Gründungstreffen am 22. Januar 2000 in Frankfurt. "Um die 100 Leute waren da und diskutierten engagiert und kontrovers miteinander", sagt der Mitbegründer von Attac, der inzwischen für die Grünen im Europaparlament sitzt. Keiner habe damals geahnt, welches Potenzial das Netzwerk einmal haben würde.

Inzwischen zählt Attac (Slogan: "Globalisierung ist kein Schicksal – eine andere Welt ist möglich" ) 22 400 Mitglieder. Die Bewegung ist ein Bündnis von 240 Mitgliedsorganisationen, 200 Ortsgruppen und vielen Einzelpersonen. Die Mitgliederliste ist bunt: Linken-Chef Oskar Lafontaine steht darauf wie ...

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