Deutscher-Medienpreis-Träger Mitri Raheb

Friedensstifter oder Judenfeind?

Inge Günther

Von Inge Günther

Fr, 24. Februar 2012

Deutschland

BZ-INTERVIEW mit dem palästinensischen Pastor Mitri Raheb, der den Deutschen Medienpreis erhält / Kritik im Pro-Israel-Lager.

JERUSALEM. Am 24. Februar wird der Deutsche Medienpreis an vier Persönlichkeiten verliehen, die "keine Schlagzeilen in den Medien gemacht haben, deren Taten aber herausragende Symbole der Menschlichkeit sind". Einer von ihnen ist der Pastor der lutherischen Weihnachtskirche in Bethlehem, Mitri Raheb. Die Preisvergabe an den Kritiker der israelischen Besatzung sorgt für Wirbel. Inge Günther sprach mit Raheb.

So einer sei kein Friedensstifter, befand die Deutsch-Israelische Gesellschaft, die dem 49-Jährigen gar Rassismus und Hetze unterstellte. Andere Organisationen, auch das Simon-Wiesenthal-Zentrum, appellierten an Altpräsident Roman Herzog, die Laudatio abzusagen. Dabei wird Raheb geehrt wegen seines Einsatzes für die Verständigung von Christen, Juden und Moslems. "Sein Wirken ist die Alternative zu Gewalt und Radikalisierung", heißt es in der Begründung. Mit ähnlichem Lob versehen erhielt Mitri Raheb bereits 2008 den Aachener Friedenspreis. In Kirchenkreisen, bis hin zu Landesbischöfen, wird die jetzige Wahl ausdrücklich gelobt. Wie geht das mit den Vorwürfen zusammen, der Mann bediene, so der Dachverband für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, ...

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