Melancholische Moderne

Hans-Dieter Fronz

Von Hans-Dieter Fronz

Di, 08. Juli 2014

Ausstellungen Rezensionen

"Moderne Zeiten": Die Berliner Neue Nationalgalerie in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall.

Seit Rimbaud wissen wir, dass es gilt, absolut modern zu sein. Die Stoßrichtung seiner berühmten Losung war eine rein ästhetische, aber irgendwann wandelte sich das Projekt der Moderne in ein Fortschrittsprojekt mit politischen und gesellschaftlichen Implikationen. "Besser leben" stand in großen Lettern über seinem Portal. Als erstes räumten die Modernisten mit allem Überholten auf, dem Schwulst von gestern, der schöngeistigen Beschaulichkeit vergangener Tage, dem Ornament. Das Ergebnis ihrer Aufräumaktion war eine wohltuende Versachlichung, in deren Zentrum freilich Verarmung hauste. Und den Blick nach vorn gerichtet, entwarf die Moderne Utopien, die uns heute frösteln lassen.

So trugen Künstler und Architekten, Literaten und Theoretiker ihr Scherflein bei zur Schaffung einer durch und durch rationalisierten, kalt mechanisierten Welt. Dem Einzelnen war darin keine ...

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