"Mundart steht für eine Andersartigkeit im Denken"

Michael Baas

Von Michael Baas

Fr, 15. April 2011

Literatur

BZ-INTERVIEW: Markus Manfred Jung zu Schwerpunkten der Mund-Art Literatur-Werkstatt und der schwierigen Finanzierung.

nternationale Mundart steht am Wochenende wieder im Blickpunkt der 23. Mund-Art Literatur-Werkstatt in Schopfheim. Der Bindestrich im Veranstaltungstitel, die Mund-Art, die den Charakter des Dialektes als eigenständige Kunst- und Ausdrucksform andeuten will, signalisiert dabei einmal mehr die Richtung. Inhaltlich geht es vor allem um das Verhältnis von Schreiben in Mundart und dem in der klassischen Schriftsprache. Michael Baas hat nachgefragt beim Organisator und Mund-Art-Autor Markus Manfred Jung.

I

BZ: Herr Jung, die Werkstatt will heuer dem Verhältnis von literarischem Schreiben in der Standardsprache, wie Sie sagen, und dem im Dialekt nachgehen. Wie kommen Sie auf das Thema?

Jung: Es gibt ein Mundartschreiben, das aus einer Defiziterfahrung kommt, aus dem Gefühl einer Unsicherheit in der Hochsprache oder auch aus der Erfahrung unterdrückt zu werden. In diesen Fällen ist das Mundart-Schreiben eine Kompensation oder ein Ventil. Dieses Schreiben aus Minderwertigkeitsgefühlen oder Selbstbehauptungswillen ist aber ein anderes als das, das die Mundart als Variante des kreativen Ausdrucks nutzt. Mich interessiert insbesondere diese zweite Dimension und da vor allem die Frage, ob Autoren und Autorinnen in beiden Sprachen zu Hause sind und ...

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