Ausstellung in Baden (Aargau)

Museum Langmatt zeigt Bilder von Margot Bergman

Hans-Dieter Fronz

Von Hans-Dieter Fronz

Fr, 01. März 2019

Kunst (TICKET)

Das Museum Langmatt in Baden im Kanton Aargau zeigt Bilder von Margot Bergman.

Nanette hat Birnenaugen; auch Apfel oder Kirschen sind in ihrem Antlitz gereift. Glenda hat ihren Brücken-Mund weit aufgerissen. Wie Gena, in deren Rachen der Bildbetrachter auf einer Küstenstraße unterwegs ist, mit malerischem Ausblick auf Wasser und Land.

Erstaunliche Bilder, die das Museum Langmatt von morgen an ausstellt. Margot Bergman, Jahrgang 1934, ist in dem Ausstellungshaus in Baden im Kanton Aargau, das man für seine hochkarätige Impressionistensammlung kennt, in ihrer ersten Ausstellung in Europa zu sehen. Die Künstlerin aus Chicago malt seit den späten Fünfzigerjahren. Doch nach der Geburt ihrer Kinder unterbrach sie ihre Arbeit jeweils für mehrere Jahre. So dass sich der Erfolg erst in den letzten Jahren so richtig einstellte. Die Schau ist eine Kooperation des Museums Langmatt mit Urbane Künste Ruhr und wird im Anschluss im Museum Folkwang gezeigt.

Als Malgrund dienten Bergman seit Mitte der 1990er Landschaftsbilder, die sie auf Flohmärkten fand. Durch partielle Übermalung der Gemälde arbeitet sie die von ihr darin entdeckten Gesichter heraus; in den letzten Jahre entstanden auch reine Malereien.

Ihre Bilder muten surreal an, haben aber auch etwas von Kinderzeichnungen. Blühende Phantasie mischt sich in ihnen mit Humor. Das witzigste Bild? Zweifellos "Farm Girl": Eine ländliche Idylle mit Blockhäusern links und rechts eines Baums hat Bergman einfach auf den Kopf gestellt. So sind die beiden Häuser die Augen, der Baumstamm die Nase, die Baumkrone aber die grüne Mundpartie. Parallel zu der Präsentation ist eine Neuhängung der museumseigenen Impressionisten zu sehen.



Termin: Museum Langmatt, Römerstraße 30, Baden, Schweiz. 3. März bis 28. April, Di bis Fr 14-17 Uhr, Sa, So 11-17 Uhr.