Kanada

Beim "Polar Bear Marathon" sind Abenteurer unter sich

Birgit-Cathrin Duval

Von Birgit-Cathrin Duval

Sa, 23. November 2013 um 00:08 Uhr

Panorama

Beim "Polar Bear Marathon" rennen mehr als ein Dutzend Verrückte durch das Hoheitsgebiet der Eisbären. Der Lauf findet zum zweiten Mal statt. Kann so was gut gehen? Unsere Autorin war vergangenes Jahr dabei.

An die 1000 Eisbären kommen jedes Jahr im November zur Küste nach Churchill. Ausgehungert warten sie auf das neugeformte Eis der Hudson Bay in Kanada, um Robben zu jagen. Und dann das:

Angst vor dem berüchtigten "Hammermann", jenem Leistungstief, das Marathonläufer irgendwann in der zweiten Hälfte einbrechen lässt? Holger Finkernagel schüttelt den Kopf. Den Arzt aus Nordrhein-Westfalen plagen ganz andere Sorgen. "Ich weiß nicht, ob ich mit der Kleidung zurechtkomme oder ob die Nase abfriert." Finkernagel ist ein alter Hase in der Marathonszene. Nicht nur wegen seines Alters. In den Beinen des 69-Jährigen stecken über 180 Marathonläufe, darunter vier erfolgreiche Teilnahmen am Badwater Ultra in Kalifornien, dem härtesten Extremlauf der Welt.

Als Finkernagel die Einladung zum Marathon im Norden Kanadas erhielt, zögerte er keinen Augenblick. Ihn reizte das Abenteuer, in extremen Temperaturen einen Marathon zu laufen. Gemeinsam mit seinem Freund Christian Storch begab sich der Arzt vergangenen November in die Kälte, mitten in das Territorium der bis zu 700 Kilogramm schweren Ursus Maritimus, des größten und gefährlichsten Landraubtieres dieser Erde.

Beim Landeanflug sieht das kleine Städtchen Churchill aus wie eine zu groß geratene Polarstation. Die Stadt zählt knapp 1000 Einwohner. Während der sechs Wochen dauernden Eisbärensaison sind die Handvoll Hotels bis aufs letzte Bett zu inflationären Preisen ausgebucht. Entlang der Hauptstraße gibt es einige Souvenirläden und Restaurants, einen Supermarkt, den "Complex", der Gemeindezentrum und Krankenhaus vereint, und eine Landebahn für Space Shuttles, auf der bereits große ...

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