"E. T. ist auch nur ein Mensch"

Michael Heilemann

Von Michael Heilemann

Sa, 27. März 2010

Panorama

BZ-INTERVIEW mit dem Astrophysiker und TV-Moderator Harald Lesch über den Besuch Außerirdischer und Leben auf anderen Planeten .

as Jahr 2010 ist kein Jahr wie jedes andere. Es ist "Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen" – Kontakt mit den Außerirdischen. Zumindest im Film, der Fortsetzung von "2001 Odyssee im Weltraum". Die Vorlage hat der britische Science-Fiction-Schriftsteller und Physiker Arthur C. Clarke geliefert. In "2010 – Odyssey Two" entdeckt ein Raumschiff Leben auf dem Jupitermond Europa und gerät später in den Sog einer rätselhaften Macht. Gibt es die Außerirdischen, und wann nehmen wir Kontakt auf? Michael Heilemann sprach mit dem Astrophysiker und Fernseh-Moderator Harald Lesch.

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BZ: Herr Lesch, vielleicht ist die Realität der Science Fiction ja zuvorgekommen und die Außerirdischen haben uns schon besucht. Glauben Sie an Ufos?
Lesch (lacht): Nein! Unbekannte Flugobjekte entpuppen sich eigentlich immer als etwas Bekanntes. Berichte über Ufo-Sichtungen stammen auch meistens von Einzelpersonen. Allein schon deshalb sind sie nicht besonders glaubwürdig. Gehen wir mal vernünftigerweise davon aus, dass noch keine Außerirdischen hier gelandet sind.

BZ: Und wann hören wir etwas von ihnen, so es sie denn überhaupt gibt?
Lesch: Das kann morgen sein, es kann aber auch erst in 1000 Jahren sein. Das hängt davon ab, ob sich diese Außerirdischen in einem Zustand befinden, in dem wir sie überhaupt treffen können. Nehmen wir mal an, es gäbe einen erdähnlichen Planeten außerhalb des Sonnensystems, der so weit ist wie wir vor 400 Jahren oder vor 4000 oder 40 000 Jahren. Dann sieht es schlecht aus. Wir müssten schon einen finden, dessen Bewohner so viel elektronisches Know How besitzen wie wir. Nur dann könnten wir eine Art von Strahlung aufnehmen, die eindeutig künstlich ist, also nicht natürliche Ursachen im Universum hat. Es müsste sich also um eine relativ weit entwickelte Zivilisation handeln...

BZ: . . . die vielleicht nichts mit uns zu tun haben will.
Lesch: Genau. Wenn es denen gelungen ist, unser Fernseh- und Radioprogramm zu entschlüsseln, dann bleiben sie auf Distanz und sagen, die sind viel zu doof. Das kann schon ein Grund ...

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