Rechtsradikalismus

Rätselhafter Tod: Warum starb ein junger NSU-Zeuge?

Christian Rath

Von Christian Rath

Mo, 15. September 2014 um 00:00 Uhr

Stuttgart

Vor einem Jahr ist Florian Heilig in den Flammen seines Autos umgekommen – genau an dem Tag, als er bei der Polizei über Nazi-Strukturen aussagen sollten. Die Eltern glauben nicht an Suizid.

Florian Heilig aus Eppingen bei Heilbronn war 21 Jahre alt, als er starb. Zumindest im Jahr 2011 war er in der rechtsextremen Szene aktiv. Anschließend hatte er Kontakt zum baden-württembergischen Aussteigerprogramm "Big Rex". Wie sehr er sich wirklich lösen konnte, ist ungeklärt. Möglicherweise wusste Heilig vom NSU-Terror schon vor dessen Entdeckung. Als er zu den Nazis stieß, machte Heilig gerade eine Ausbildung in Heilbronn, der Stadt, in der vier Jahre zuvor die Polizistin Michèle Kiesewetter erschossen wurde. Im August 2011 brüstete sich Heilig gegenüber Kolleginnen, er wisse, wer Kiesewetter getötet habe. Der Mordfall war damals noch ungeklärt. Erst Monate später, im November 2011, fand man die Tatwaffe im Wohnmobil von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, den beiden NSU-Terroristen.

Im Januar 2012 wurde Heilig ...

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