Unser täglich Koffein

Vom Muckefuck zum Lifestyle-Produkt: Wie Kaffee zum Kultgetränk wurde

Kathrin Blum

Von Kathrin Blum

Do, 13. Juni 2019 um 15:54 Uhr

Wirtschaft

BZ-Plus Er raubt den Schlaf, verursacht Herzklopfen und ist doch für viele unverzichtbar: Kaffee. Wie er zum Volksgetränk der Deutschen wurde und worauf es bei der Zubereitung ankommt.

Er raubt den Schlaf, verursacht Herzklopfen und ist doch für viele unverzichtbar: Kaffee. Doch die Zeiten, in denen es einfach nur Filterkaffee gab, sind vorüber. Heutzutage stehen Supermarktkunden und Cafébesucher vor einer riesigen Auswahl an Kaffeevariationen und Zubereitungsmöglichkeiten. Ein Blick in die Tasse – und die Kasse.

Die Geschichte
Noch in den Nachkriegsjahren konnten sich nur Wohlhabende Kaffee leisten. Ärmere mussten sich mit Kaffeeersatz, auch Muckefuck genannt, begnügen. Um Muckefuck herzustellen, wurden statt Kaffeebohnen Getreidekörner, Bucheckern oder Zichorien geröstet. Das Ergebnis konnte geschmacklich mit richtigem Kaffee nicht mithalten – und der wachmachende Effekt entfiel ebenfalls, weil das Koffein fehlte.

Zum Volksgetränk wurde Kaffee in den 1950er und 60er Jahren. Der Deutsche Kaffeeverband nennt diese Entwicklung die erste von drei Phasen. "Die zweite Welle ist geprägt durch die Variationen der Getränke jenseits des Filterkaffees", sagt Verbandssprecherin Miriam Kubik. "Cappuccino und Espresso wurden nach den 60er Jahren durch Reisen nach Italien bekannt." Derzeit läuft die dritte Phase; Verbraucher interessieren sich für Anbau, ...

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