Landwirtschaft in Südbaden

Freiburger Initiative will mehr Hanfanbau in der Rheinebene

Gabriele Hennicke

Von Gabriele Hennicke

Mo, 28. Oktober 2019 um 11:34 Uhr

Wirtschaft

BZ-Plus Obwohl die Verarbeitung der bis zu vier Meter hohen Pflanzen aufwändig ist, könnte sich die Arbeit für südbadische Landwirte lohnen: Wegen der guten Ökobilanz gilt Hanf manchen als "Nutzpflanze des 21. Jahrhunderts".

Dämmstoffe, Textilien, Papier, Seile, Öl, Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel – aus Nutzhanf lässt sich vieles herstellen. Und das mit guter Ökobilanz. Seit 1996 in Deutschland das Anbauverbot für den Nutzhanf aufgehoben wurde, wird die Faserpflanze auch in der Rheinebene wieder angebaut – allerdings in ganz geringem Umfang. Die Initiative Hanffreunde Freiburg möchte das ändern.

Jahrhundertelang war Hanfanbau in der Rheinebene üblich. Der fruchtbare Boden und das Wasser des Rheins und seiner Nebenarme boten ideale Voraussetzungen für den Anbau der zehntausend Jahre alten Nutzpflanze. Arbeitskräfte für die Weiterverarbeitung gab es genug. Doch die Pflanze kann auch als Rauschmittel genutzt werden, daher beschloss die Genfer Opiumkonferenz 1924/1925 ein weltweites Cannabisverbot. In der Folge wurde 1929 auch in Deutschland der Anbau von Hanf verboten.
Lörracher ...

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