AZUBI-LEBEN

Nächster Halt: Vertrieb

Maurice J.

Von Maurice J.

Mo, 07. Mai 2018 um 08:08 Uhr

Azubi-Leben

Wer kümmert sich eigentlich um die Organisation der Zustellung jede Nacht? Wohin kommen die abgeschlossenen Abos und wie werden sie verarbeitet? Die Antwort liefert meine aktuelle Abteilung: Der Vertrieb.

Von der Anzeigenabteilung ging mein Weg direkt in die nächste große Abteilung, in den Vertrieb. Allerdings startete ich hier nicht wie jeder anderer Azubi. Mir wurden das Vertrauen und die Verantwortung geschenkt, in meinem ersten Vertriebsmonat die Vertretung eines festen Mitarbeiters zu übernehmen. Ja, auch das kann einmal bei uns als Azubi vorkommen. In meinem Fall war das eine Stelle in der Logistik.
Also hieß meine erste Aufgabe für einen Monat: Delegationen. Das sind die wirklich schwerwiegenden Reklamationen von unseren Lesern, bei denen die Zustellung unserer BZ zeitweise aus den verschiedensten Gründen nicht funktioniert. Genau diese Komplikationen aus der Welt zu schaffen, war mein Ziel. So setzte ich mich bei jedem Problem unserer Leser mit den entsprechenden jeweiligen Zustellagenturen in Verbindung und versuchte die genauen Umstände aufzuklären und natürlich das Problem zu lösen. Im ersten Moment hört sich das nicht besonders spannend an – das dachte ich mir auch. Aber als ich mich erst einmal eingearbeitet hatte, war das Tagesgeschäft dann sehr interessant und überraschend abwechslungsreich, teilweise auch echt spannend.
Nach diesem ersten Monat im Vertrieb ging es dann also weiter, und zwar dahin, wo die Abos den Weg zu uns finden. Im Abomanagement werden die eingehenden Abonnements erfasst und abgebucht, sodass die Zeitung auch zugestellt werden kann. Das Einbuchen der Probeabos war zunächst meine Aufgabe, dazugehört aber nicht nur das Eingeben in das Buchungsprogramm, sondern auch das Verpacken der Briefe und Prämien für unsere Kunden. Hier ist es natürlich sehr wichtig, genau und ordentlich zu arbeiten, damit die Kollegen aus dem Delegationsteam meine Fehler nicht ausbaden müssen. Denn wenn sich mal ein Zahlen- oder ein Buchstabendreher in einer Adresse oder einem Namen eingeschlichen hat, wird es für die Zusteller schwer, die Zeitung an den richtigen Ort zu liefern. Und das landet dann wiederum als Delegation im Vertrieb … Zum Vertrieb gehören aber natürlich auch noch mehr als das Abomanagement und die Reklamationen. Denn wie zum Beispiel kommen die örtliche Bäckerei oder die Tankstelle um die Ecke jeden Morgen an die BZ? Genau darum kümmert sich das Team des Einzelverkaufs, welches ich für einen halben Monat begleiten durfte. Hier wird die genaue Menge für jede Einzelverkaufsstelle festgelegt. Diese kann immer wieder variieren, denn wenn beispielsweise diesen Sommer unsere Nationalmannschaft erneut den Weltmeistertitel holt, dann wird am folgenden Tag die Zeitung vermutlich verstärkt gekauft werden. Genau darauf muss dann im Einzelverkauf reagiert werden, und die Mengen der Zeitung für die einzelnen Verkaufsstellen müssen erhöht werden. Zusätzlich zum Tagesgeschäft gehört es für jeden Azubi dazu, eine Versandnacht mitzumachen. Meine Versandnacht hatte ich gemeinsam mit Maren und den drei Mediengestaltern, Sophie, Fabian O. und Fabian S.

Zusammen durften wir von 21 Uhr bis kurz vor Mitternacht zusehen, wie die Zeitung gedruckt wird und wie es an der Abholrampe zugeht. Das war nicht nur sehr spannend, wir konnten auch viel neues Wissen gewinnen, welches wir zum Beispiel in den Druckereiführungen von Zisch einsetzen können. Nach vier Monaten, in denen ich reinste Vertriebsluft schnuppern durfte, kann ich sagen, dass ich die Zeit hier wirklich genießen konnte und ich sehr viel Neues dazu gelernt habe. Denn wie man Abonnements einbucht oder Reklamationen erfasst und klärt, werde ich in meiner Ausbildung noch einige Male brauchen. Vor allem in meiner nächsten Station, der Geschäftsstelle, werde ich das im Vertrieb Gelernte schnell wieder einsetzen können.