Neue Erfahrungen und neue Bekanntschaften

Ruth Seitz-Wendel

Von Ruth Seitz-Wendel

Di, 19. Oktober 2021

Endingen

BZ-INTERVIEW zum Verbandsjugendtag des Blasmusikverbands.

. Orchesterspiel und gemeinsames Musizieren waren in der Corona-Pandemie lange Zeit nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Jetzt lädt der Blasmusikverband Kaiserstuhl-Tuniberg für Samstag, 23. Oktober, zum Verbandsjugendtag nach Endingen ein. Ruth Seitz befragte Verbandsjugendleiter Martin Baumgartner und Bezirksobfrau Doris Henninger.

BZ: Was hat man sich als Nicht-Insider unter dem Verbandsjugendtag vorzustellen?

Martin Baumgartner: Gemeinsam mit Gleichgesinnten an einem Tag Konzertstücke mit zwei ausgezeichneten Dirigenten zu erarbeiten und diese dann im Rahmen eines Abschlusskonzertes zu präsentieren. Die Kinder und Jugendliche kommen aus dem gesamten Verband Kaiserstuhl-Tuniberg. Der nördlichste Verein des Verbands Kaiserstuhl-Tuniberg ist Riegel und der südlichste Verein ist Hausen an der Möhlin. Wir haben mit Mario Bürki einen renommierten Komponisten aus der Schweiz als Dirigent gewinnen können. So bietet sich die Möglichkeit, ein musikalisches Werk, gemeinsam mit dem Komponisten einzustudieren.

BZ: Wie viele Kinder und Jugendliche haben sich für den Tag angemeldet?

Doris Henninger: Angemeldet haben sich mehr als 100 Kinder und Jugendliche. Wir freuen uns, dass trotz Corona der Verbandsjugendtag stattfinden kann und die Jugendarbeit wieder in Präsenz aufgenommen wird. So können wir alle Jugendlichen motivieren, weiterzumachen.

BZ: Was reizt die Kinder und Jugendlichen, an einem Verbandsjugendtag teilzunehmen?

Doris Henninger: In erster Linie ist es ein besonderer musikalischer Tag. Für viele Kinder und Jugendliche ist es das erste Konzert vor großem Publikum. Auch machen sie zum ersten Mal die Erfahrung, in einem großen Orchester zu musizieren. In der Regel spielen sie in eher kleineren Jugendensembles in ihren Vereinen. Neben dem musikalischen Teil bietet der Verbandsjugendtag natürlich auch die Möglichkeit, neue Bekanntschaften aus verschiedenen Vereinen aus dem ganzen Verbandsgebiet Kaiserstuhl-Tuniberg zu knüpfen. Wenn man den ganzen Tag zusammen probt und Spaß hat, entsteht ein besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl.

BZ: Wie sieht denn das Programm aus?

Martin Baumgartner: Wir fangen um 9 Uhr an. Ein Orchester wird von Mario Bürki geleitet, hier spielen die älteren Jugendlichen mit. Das sind vorwiegend Musiker, die das Leistungsabzeichen in Silber und Gold abgelegt haben. Für die Jüngeren gibt es ein Orchester, das unser Verbandsdirigent Frieder Reich leitet. Hier ist der Schwierigkeitsgrad auch etwas einfacher gehalten. Geprobt wird den ganzen Tag – mit Pausen natürlich.

BZ: Wie viele Helfer und Helfer sind denn im Einsatz?

Doris Henninger: Es werden rund 15 Helfer und Betreuer für den Auf- und Abbau und die Verpflegung gebraucht. Hauptsächlich sind es Mitglieder aus den Vereinen des Bezirks Nord, das sind Amoltern, Endingen, Forchheim. Kiechlinsbergen, Königschaffhausen, Riegel, Sasbach und Wyhl. Wobei die Stadtmusik Endingen den größten Anteil der Helfer und Betreuer übernimmt.

BZ: Corona zwingt noch immer zu vielen Einschränkungen. Was hat das für die Organisation des Verbandsjugendtags bedeutet? Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen Sie einhalten?

Doris Henninger: Es war eine schwierige Situation. Die Kinder waren schwer zu erreichen, wir mussten ganz früh die Einladungen verschicken, um genügend Räume, Dirigenten, Helfer und natürlich auch Noten organisieren zu können. Natürlich werden wir die gesetzlichen Vorgaben und die Vorgaben der Stadt Endingen beachten. Insbesondere werden wir die 3-G-Regel bei den Proben und beim dem Konzert berücksichtigen.

Martin Baumgartner: Wir beachten die gültigen Regeln. Um 17 Uhr werden wir – unter Einhaltung der 3-G-Regel – der Öffentlichkeit präsentieren, was unsere Kinder und Jugendlichen den ganzen Tag einstudiert haben. Ab 16 Uhr ist Einlass. Die Gäste werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis vorzulegen.

Martin Baumgartner (59) aus Endingen ist seit acht Jahren Verbandsjugendleiter des Blasmusikverbands Kaiserstuhl-Tuniberg. Doris Henninger (50) aus Kiechlinsbergen betreut seit zehn Jahren als Bezirksobfrau den Bezirk Nord im Verband.