Gemeinderat

Neues Baugebiet in Wittnau nimmt immer mehr Form an

Franziska Kiele

Von Franziska Kiele

Di, 30. März 2021 um 15:21 Uhr

Wittnau

Die Gemeinde Wittnau plant ein Neubaugebiet "In den Haseln Ost". Der Gemeinderat hat sich jetzt damit befasst, wie genau das Gebiet aussehen soll.

Ein Neubaugebiet mit einer Fläche von 10 000 Quadratmetern soll entlang der Straße "In den Haseln" in Wittnau entstehen. Die Aufstellung eines Bebauungsplanes "In den Haseln Ost" hatte der Gemeinderat bereits im Dezember 2019 beschlossen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat Architekt Stefan Baum die städtebauliche Entwurfsplanung vorgestellt.

"Wir haben uns mit den privaten Eigentümern zusammengetan und gemeinsam überlegt, wie dieses Baugebiet aussehen könnte", sagt Bürgermeister Jörg Kindel. Die Hauptfrage des Gemeinderates in den vergangenen 14 Monaten sei gewesen, wie man eine "gesunde Mischung" hinbekomme. In dem Neubaugebiet soll Wohnraum in Form von Einfamilien-, Doppelhaus-, und Reihenhäusern entstehen. Familien mit Kindern, Alleinerziehende mit Kindern sowie Senioren und Singles sollen dort Platz zum Wohnen haben. Auch ein Mehrfamilienhaus und ein Mehrgenerationenhaus sind in Planung. "Die Entwurfsplanung war ein intensiver Prozess", betont Stefan Baum vom Büro Baum Architektur & Stadtplanung.

Auf der Fläche von 10 000 Quadratmetern sollen sechs Bauplätze mit jeweils Einzel- oder Doppelhäusern entstehen. Die bebaubaren Grundflächen für die Einfamilienhäuser betragen jeweils 150 Quadratmeter, die der Doppelhaushälften 75 Quadratmeter. Die Grundstücksflächen haben bei einem Einfamilienhaus eine Größe zwischen 500 und 600 Quadratmetern, bei einem Doppelhaus zwischen 250 und 300 Quadratmetern.

Mehrfamilienhäuser oder mehr Doppelhaushälften?

Die unterhalb der Baureihe liegende Fläche soll von der Weinbergstraße aus mit einer Stichstraße erschlossen werden. Entlang dieser Straße sollen weitere Einzel-, Doppel- und auch Reihenhäuser entstehen. In Verlängerung der Stichstraße sowie am südlichen Ende ist aufgrund der Wohnraumnachfrage ein Mehrfamilienhaus geplant. Am Wendehammer stellen sich Verwaltung und Gemeinderat in einem Mehrfamilienhaus ein Mehrgenerationenwohnen vor. Ob statt zwei Mehrfamilienhäusern noch mehr Doppelhaushälften entstehen sollen, war Inhalt der Diskussion im Gemeinderat.

"Städtebaulich würde ich weitere Doppelhäuser schöner finden", sagt Susanne Kreusel (FWG). Christa Kamper (NaWi) stellte die Frage in den Raum, wer sich heute noch eine Doppelhaushälfte leisten könne. Mehr Wohnungen und somit mehr günstigeren Wohnraum zu schaffen, sehe sie als sinnvoll an. Ob mehr Doppelhäuser sinnvoll seien, stellte auch Silke Law (NaWi) in Frage. Fraktionskollege Stephan Kolberg räumte ein: "Wir diskutieren hier über Kosmetik, eine Durchmischung von unterschiedlichem Wohnraum wäre mir sehr gelegen."

Vor dem Beschluss der städtebaulichen Entwurfsplanung beantragte Jürgen Lieser (NaWi), dass sich die Fraktionen zur Beratung zurückziehen können. Jörg Kindel betonte zuvor, dass die Entwurfsplanung gestalterisch offen und bis zum Satzungsbeschluss alles möglich sei.

Nach der Beratung der Fraktionen stimmte der Gemeinderat einstimmig ab, dass die Verwaltung für das weitere Bebauungsplanverfahren auf der Plangrundlage die Offenlagefassung erarbeitet. Somit wird im nächsten Schritt der Bebauungsplan im Rathaus öffentlich ausgelegt.