Merzhausen

Neues Vereinsheim für den VfR

Lasse Armbruster, Klasse 8c, Rotteck-Gymnasium, Freiburg

Von Lasse Armbruster, Klasse 8c, Rotteck-Gymnasium & Freiburg

Do, 10. September 2015 um 16:57 Uhr

Schülertexte

Als Lasse Armbruster, Schüler der Klasse 8c des Rotteck-Gymnasiums, im Frühjahr 2015 seinen Bericht über das neue Vereinsheim des VfR schrieb, war noch nicht klar, ob es gebaut wird. Doch jetzt steht fest: Das neue Vereinsheim kommt!

Der VfR Merzhausen ist einer der größten Vereine in Südbaden und hat mehr als 3000 Mitglieder (die Buchstaben VfR steht für "Verein für Rasenspiele").

Aber das neben dem Sportplatz in Merzhausen stehende Vereinsheim ist schon sehr alt. Es wurde auch immer mal wieder ein wenig renoviert, aber besonders die Fußballer und Hockeyspieler des VFR, die auf dem Sportplatz trainieren, kennen die Probleme und Mängel sehr gut: Die Duschen sind dunkel und alt und machen keine Lust aufs Duschen nach den Spielen. Die Herren-Toilette hat nur drei Stehklos und kein Sitzklo. Die Damentoilette hat ein Sitzklo. Das war es. Die Kabinen für die Mannschaften sind sehr klein und haben nicht ausreichend Platz für eine ganze Mannschaft. Die Wirtschaft des Vereinsheims wünscht sich bestimmt eine Renovierung oder einen Neubau, um mehr Gäste anlocken und gut wirtschaften zu können. Dann würden hier vielleicht auch mehr Gäste aus Merzhausen kommen und die auswärtigen Mannschaften vielleicht nach dem Spiel noch einkehren.

Der Verein hat Geld für den Bau des Vereinsheims zurückgelegt. Auch die Gemeinde Merzhausen will ein neues Vereinsheim unterstützen und hat dem Verein versprochen die Hälfte der Kosten zu bezahlen. Dazu kommen Zuschüsse vom Land. Viele Vereinsmitglieder fragen sich, warum der Neubau noch nicht steht. "Aber warum steht immer noch kein Neubau?", fragen sich viele Vereinsmitglieder. Das haben die Fußballer und vielleicht auch einige Hockeyspieler auf der Gemeinderatssitzung in Merzhausen im Februar erfahren können:
Das liegt daran, dass sich Verein und Gemeinde nicht einig sind, wer wie viel bezahlen kann und wie das neue Vereinsheim aussehen soll. Der Verein hat einen Plan, was er bauen will.

Der Verein hat einen Plan, was er bauen will: Das Vereinsheim soll an die lange Seite des Sportplatzes gelegt werden. Der Verein will, dass im Haus vom neuen Vereinsheim im Untergeschoss zum Sportplatz hin die Umkleiden, Duschen, Toiletten und sonstigen Räume sind und darüber eine Gaststätte und eine Betriebsleiterwohnung. Der Verein hat 2011 die Kosten auf 1,8 Millionen Euro geschätzt. Der Verein kann 200 000 Euro bezahlen, der Badische Sportbund zahlt 100 000 Euro. Die Gemeinde hat wohl 800 000 Euro, die sie für das Vereinsheim bezahlen würde. Das heißt, es fehlen dann noch 700 000 Euro.

Aber der Verein hatte nun eine Idee. Auf dem Grünstrich, der hinter dem alten Vereinsheim liegt, könnte man Studentenwohnungen bauen. Die Gemeinde würde das Grundstück an eine Baugesellschaft verkaufen und dafür Geld bekommen. Dann hätte sie Geld für den Bau des Vereinsheims. Die Baufirma würde Studentenwohnungen bauen, weil sie glaubt, dass sie die gut vermieten kann und weil die Studentenwohnungen dahin passen. Die Gemeinderäte sehen schon, dass durch den Bau der Studentenwohnungen man jetzt bauen könnte, weil das Geld dann da wäre. Aber sie sehen auch, dass hier Landschaft zerstört wird. Denn da, wo dann die Studentenwohnungen stehen, ist heute ein Grünstrich zwischen Merzhausen und Au.

Der Grünstrich, der von Au schon in großem Teil zugebaut ist, würde noch weiter zugebaut werden und das sehen der Bürgermeister, einige aus dem Gemeinderat und bestimmt auch einige Vereinsmitglieder kritisch, denn viele der Vereinsmitglieder wohnen auch im Hexental. Außerdem sehen das auch viele Bürger in Merzhausen, die neue Häuser bauen wollen und die nicht genehmigt bekommen haben, weil man die Landschaft nicht zubauen wollte, als ungerecht an. Auch hat die Gemeinde Merzhausen vor einiger Zeit schon einmal beschlossen, dass der Grünzug nicht bebaut werden soll.

Die Gemeinde hat daher überlegt, ob sie das Geld nicht doch irgendwie aufbringen kann oder aber einen Kredit aufnimmt. Aber der Gemeinderat hat auch darüber gesprochen, ob das vom Verein geplante Vereinsheim nicht zu groß ist und ob der Plan für die Gaststätte so gut ist und ob die Wohnung gebraucht wird. Vielleicht könnte man so Kosten sparen. Vielleicht könnte auch Au noch Geld dazugeben, denn zehn Prozent der Mitglieder des Vereins kommen daher. Im Verein und in der Gemeinde wird das Thema immer wieder diskutiert. Wichtig wäre für die Vereinsmitglieder, dass der Neubau des Vereinsheims bald kommt. Vielleicht muss aber der Verein auch ein paar Sachen aus dem Plan streichen, damit der Bau nicht so teuer wird. Die Idee mit dem Zubau des Grünzuges kommt aber sicher auch bei vielen Vereinsmitgliedern nicht so gut an. Aber die Sportler brauchen ein neues Vereinsheim!