Neues zur Zugirrfahrt vom Donnerstag

Ralf Burgmaier

Von Ralf Burgmaier

Sa, 11. Juli 2020

Offenburg

Schon früher Bremsprobleme.

OFFENBURG (rab). Passanten im Kinzigtal haben am Donnerstag ihren Augen nicht getraut. Gegen 11 Uhr rollte ein brennender und qualmender Reparaturzug die Schwarzwaldbahn von Hausach bis Gengenbach hinunter. Dort wurde er auf einem Nebengleis von einem Notfallteam erfolgreich gestoppt. Jetzt gibt es Hinweise aus Bahnkreisen, dass es bei dem Schienenfahrzeug schon im Frühjahr Probleme mit den Bremsen gab. Bei Reparaturarbeiten auf der Höllentalbahn zwischen Freiburg und Titisee-Neustadt war dem Triebwagen deshalb eine Lokomotive vorgespannt. Die Bahn wollte am Freitag mit Hinweis auf die laufenden Untersuchungen die entsprechende Anfrage nicht kommentieren. Am Tag nach der Irrfahrt gibt es Fragen. Der Triebwagenführer hatte am Donnerstag in Hausach das Schienenfahrzeug verlassen, nachdem er offenbar wegen des Feuers im Inneren nicht mehr in der Lage war, die mechanische Feststellbremse des Zugs anzuziehen. Ach die beiden Sicherungssysteme des Triebwagens waren brandbedingt ausgefallen. Da der Lokführer zu den Vorgängen schweigt, soll jetzt die Auswertung des Fahrtenschreibers Aufschluss geben.