Nicht der Kinobesuch, sondern der Schulbesuch ist lebenswichtig

Karl und Erika Hansert

Von Karl und Erika Hansert (Hofweier)

Sa, 09. Januar 2021

Leserbriefe

Zu: "Fahrlässiger Vorstoß", Tagesspiegel von Thomas Fricker (Politik, 29. Dezember)

Wir sind Großeltern von zwei Enkeln, die vor dem Abi stehen, und sind auf der Seite von Frau Eisenmann (CDU). Das ist nicht "fahrlässig und verantwortungslos", sondern Schule kann man organisieren. In Verantwortung.

Da wird beim SC Freiburg die ganze Truppe getestet, von Herrn Streich bis zum Greenkeeper, immer und immer wieder, auch die Fußballer von Kiel bis München, nur damit sie kicken können, jeden Samstag, wenn’s sein muss auch noch mittwochs dazu. Und für die Schule soll das nicht gehen? Weil nicht so wichtig? Also, ganz einfach: Lehrer bevorzugt impfen, und die Schüler testen, genauso wie die Kicker.

Dass ein so gescheiter Mensch wie Herr Fricker das "lautstarke" Aufbegehren der Kinos fürchtet, hätten wir nicht gedacht. Wirklich nicht. Dabei ist es doch ganz einfach: Nicht Kino, sondern Schule ist lebenswichtig. "Digitaler Unterricht ist richtig", schreibt die BZ. Bei zwei, vielleicht sogar drei Schulkindern in einer Familie mit einem Gerät? In einer, wenn’s gut geht, Vier-Zimmer-Wohnung? Der Papa ist auch noch am Tisch, im Homeoffice, die Mama arbeitet (mindestens) halbtags außerhalb. Für die BZ ist das für die Kinder also "richtig" und ganz einfach, die "Politikerin" müsste nur "dazu die Zeit" haben. Karl und Erika Hansert, Hofweier