Mountainbike

Nollingerin Finja Lipp gewinnt EM-Bronze mit der Mixed-Staffel

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 17. August 2021 um 10:00 Uhr

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Erfolgreicher Auftritt für Finja Lipp bei der Mountainbike-Europameisterschaft in Serbien: Die 18-jährige Nollingerin hat Teambronze gewonnen. Im Einzel war sie als Vierte beste deutsche Juniorin.

Über der Donau erhebt sie sich, die Festung Petrovaradin. Längst lädt dieses Monument vergangener Tage nicht mehr militärische Granden in die serbische Großstadt Novi Sad ein, sondern Touristen und Festivalfans. In der vergangenen Woche indes nahm die europäische Mountainbike-Elite die Festung in Besitz, verbunden indes weniger mit kulturellen Freuden als vielmehr mit sportlichen Strapazen. Überdies mussten sich die Geländeartisten bei der Europameisterschaft nicht nur dem Rundkurs um die Festung stellen, sondern auch Temperaturen um die 36 Grad und staubigen Bedingungen.

Zu dem Kreis, der beim kontinentalen Championat um Titel und Platzierungen kämpfte, zählte auch Finja Lipp von der SG Rheinfelden. Die 18-jährige Nollingerin war für die deutsche Nationalmannschaft nicht nur als Einzelfahrerin gemeldet, sondern auch für den Teamwettbewerb. Am Ende stand mit Bronze mit der Mannschaft sowie Rang vier im Juniorinnenrennen ein überaus erfolgreicher Auftritt für die SG-Fahrerin zu Buche.

Mixed-Staffel nur 34 Sekunden hinter Europameister Italien

In der deutschen Mixed-Staffel, die mit je einem Fahrer und einer Fahrerin aus der Elite, der U 23 und den Junioren zu besetzen war, nahm Lipp den Juniorinnenplatz ein. Der vier Kilometer lange Rundkurs um die Festung Petrovaradin mit 130 Höhenmetern führte über mehrere kurze Anstiege. Insgesamt benötigte das deutsche Sextett 1:08:40 Stunde, womit man im mit 17 Teams besetzten Wettbewerb den dritten Platz belegte; nur 34 Sekunden hinter Europameister Italien und 18 Sekunden hinter den zweitplatzierten Schweizern. "Diese Medaille bedeutet mir extrem viel", sagte Finja Lipp nach dem Bronzegewinn. Ihre Runde, die sie in 12:53 Minuten bewältigte, resümierte die Nollingerin wie folgt: "Es lief gut, mein Ziel war, meine Position zu halten. Ich bin ein wenig zu schnell auf die Runde gegangen, habe den Anstieg ein bisschen unterschätzt. Aber ich wurde gut angefeuert, das hat mir geholfen."

Ein Universallob verteilte Nachwuchs-Bundestrainer Marc Schäfer nach dem Rennen: "Jeder ist eine schnelle gute Runde gefahren." Man sei mit einer sehr jungen Mannschaft am Start gewesen, "wir wussten, dass jeder auf seiner Position ein gutes Rennen abliefern kann", so Schäfer, der die Bedingungen als "sehr hart" einstufte, "weil es auch sehr heiß war".

Im Einzel kämpft sich Lipp bis auf Platz vier vor

Im Cross-Country-Rennen der Juniorinnen zeigte Finja Lipp einen beherzten Auftritt und erreichte als beste Deutsche den vierten Platz. "Ich wusste, dass es schwer wird, bei dem Staub und der Hitze", so die Nollingerin. Zwischen Rang 20 und 25 war sie aus der Startphase herausgekommen, "es lief dann immer besser", so Lipp weiter. "Es hat mich motiviert, dass die vor mir Fahrenden immer langsamer wurden und ich schließlich bis auf den vierten Platz vorfahren konnte."

Lipp, die im vergangenen Jahr das EM-Einzelrennen auf Rang 15 beendet hatte, absolvierte die fünf Runden in 1:06:31 Stunde. Der EM-Titel ging an die Französin Line Burquier, die bisherige Dritte der Juniorinnen-Weltrangliste siegte in Novi Sad in 1:04:58 Stunde. Silber sicherte sich mit 15 Sekunden Rückstand die Italienerin Sara Cortinovis vor der Schweizerin Lea Huber (1:05:55 Stunde). Auf Bronze fehlten Finja Lipp nach den insgesamt 20 Kilometern lediglich 36 Sekunden. "Mit drei Fahrerinnen unter den besten Zehn und sechs unter den Top-20 haben die deutschen Juniorinnen bei der EM ein starkes Bild abgeliefert", hieß es seitens des nationalen Verbandes.