Öflinger überraschen mit Platz vier

Matthias Scheibengruber

Von Matthias Scheibengruber

Mi, 19. Februar 2020

Radball

Radball-Junioren Moritz Schubach und Luis Frey ärgern bei Quali zur Europameisterschaft die Konkurrenz / Sechs Spiele, drei Siege.

ÖFLINGEN. Starke Öflinger und eine Überraschung: Mit einem Paukenschlag endete das erste der beiden Qualifikationsturniere um die Teilnahme an der Junioren-Europameisterschaft der Radballer beim RSV Öflingen. Seriensieger und Favorit RSV Großkoschen kassierte zum Abschluss die einzige Niederlage und musste nach dem 1:5 gegen die SG Langenwolschendorf den somit verlustpunktfreien Thüringern in der Schulsporthalle den Turniersieg überlassen. Die Chance zur Revanche gibt es in fünf Wochen, wenn alle sieben Mannschaften in Großkoschen das zweite Quali-Turnier spielen.

Irgendwie hatte es sich schon angedeutet, dass Tim und Eric Lehmann offensichtlich nicht so gut aus den Federn gekommen waren. Im ersten Sonntags-Spiel gegen den Gastgeber RSV Öflingen hatten die Europameister von 2018 doch ihre liebe Mühe. "Bis dahin hatten sie nur gegen die SG Zeitz ein Tor kassiert", sagte Stefan Schubach vom allseits gelobten Ausrichter RSV Öflingen. Nun erwiesen sich die Lokalmatadoren Moritz Schubach und Luis Frey, der den verletzten Marc Huber bei diesem Turnier glänzend vertrat, als besonders aufgeweckt und ärgerten den Turnierfavoriten aus dem brandenburgischen Großkoschen beim 2:6 mehr als diesem lieb war. Schubach/Frey zeigten ihre Klasse.

"Eigentlich wollten wir nicht Letzter werden."

Für ihren Verein, den Gastgeber RSV Öflingen, verlief das Turnier nahezu optimal. Stefan Schubach war vollauf zufrieden. "Angesichts der Verletzung von Marc und der Tatsache, dass Luis nur zwei Wochen Zeit blieb, um sich mit Moritz einzuspielen, bin ich super zufrieden", zog der RSV-Trainer ein positives Fazit. Im ersten Spiel gegen das Duo des RV Kemnat offenbarten sich noch Abstimmungsprobleme im jungen Öflinger Team, das in diesem Match mit 3:6-Toren vom Parkett ging. Kleine Korrekturen zahlten sich schon in der zweiten Partie gegen das Team von Chemie Zeitz aus, die Öflinger gewannen mit 5:1.

Jetzt waren Moritz Schubach und Luis Frey, der erst im vergangenen Herbst an beiden Menisken operiert werden musste, in Schwung, sie fegten die zweite Mannschaft des RSV Großkoschen mit 8:1 vom Feld. In der Partie gegen die SG Langenwolschendorf, die das Zwei-Tage-Turnier letztlich unbesiegt gewinnen sollte, bahnte sich bereits eine Überraschung an, denn zweimal führten die stark aufspielenden Gastgeber, ehe die beiden Thüringer doch noch eiskalt zurückschlugen, um dann letztlich knapp mit 6:4 zu gewinnen. Nur eine Partie nahm für den Turniersieger in Öflingen einen noch knapperen Verlauf.

Der Sonntag brachte dann für die Öflinger ein enges Spiel gegen den Favoriten – und zum Abschluss dann nochmals ein Coup: "Dass wir den RV Gärtringen so deutlich besiegen, war nicht abzusehen", zog Stefan Schubach eine gute Bilanz nach dem 7:1-Erfolg. Verständlicherweise. Ihr Erwartungen hatten sie übererfüllt. "Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, das Turnier nicht als Letzter zu beenden", sagte Stefan Schubach, nun reist der RSV Öflingen nach den drei Siegen aus ihren sechs Partien Mitte März sogar als Vierter nach Senftenberg-Großkoschen, wenn alle sieben Mannschaften das zweite Quali-Turnier spielen. Um den Startplatz des Bundes Deutscher Radfahrer spielen ausschließlich Radballer des C-Kaders.

Beim zweiten Turnier wohl auch wieder mit Marc Huber, in dessen Brust beim Turnier zwei Herzen schlugen. Natürlich freue er sich über das Abschneiden beim Turnier, sagte er: "Aber es ist schon hart, wenn man selbst nicht spielen kann." Bis zur baden-württembergischen Meisterschaft am 7./8. März wolle er wieder fit sein.

Endstand Quali-Turnier: 1. SG Langenwolschendorf 18 Punkte/28:9-Tore, 2. RSV Großkoschen 15/36:8, 3. RV Kemnat 10/19:21, 4. RSV Öflingen 9/29:21, 5. Chemie Zeitz 6/11:17, 6. RV Gärtringen 4/12:33, 7. RSV Großkoschen II 7/8:34.