Viele wie ihn gab es nicht in der Stadt

Robert Ullmann

Von Robert Ullmann

Mo, 28. Januar 2013

Offenburg

Martin Ruch im Gespräch mit Alfons von Deschwanden, der sich für jüdische Zwangsarbeiter einsetzte / Plagge-Ausstellung eröffnet.

OFFENBURG. Es habe nicht allzu viele wie ihn in Offenburg gegeben, erklärte der Historiker Martin Ruch am Ende seines öffentlichen Gesprächs mit Alfons von Deschwanden. Anlass war die Eröffnung einer Ausstellung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "NS-Machtergreifung vor 80 Jahren". Die Ausstellung ist dem Wehrmachtsoffizier Karl Plagge gewidmet, der sich im Zweiten Weltkrieg als Leiter des Heereskraftfahrparks 562 in Wilna, Litauen, für eine anständige Behandlung der jüdischen Arbeitskräfte einsetze und mindestens 250 von ihnen half, das Morden der Nazis zu überleben.

Deschwanden kannte Plagge, denn dieser war damals sein Vorgesetzter. Deschwandens entscheidende Stunde kam in der Nacht auf den 1. Juli 1944.

Die russische Front rückte näher. Das Ghetto von Wilna – einst eine Stadt mit blühendem jüdischen Leben – war bereits "gesäubert". Die Schließung des Ghettos bedeutete: Tod durch Erschießen. Viele kamen zu Plagge und baten um Hilfe. Der Major rekrutierte um die Tausend von ihnen für den ...

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