BZ-Interview

Oliver Stoll fordert Enttabuisierung von Depressionen

Konstantin Görlich

Von Konstantin Görlich

Fr, 24. November 2017 um 12:37 Uhr

Südwest

Eine Depression ist nie einfach zu erkennen. Auch nicht im Sport. Der Sportpsychologe Oliver Stoll erklärt Konstantin Görlich, was Trainer tun können – und wo ihre Grenzen liegen.

BZ: Sind Sportler denn besonders gefährdet?
Stoll: Nein. Die Studien zeigen, dass es keine Unterschiede gibt. Das Sportsystem ist ja im Wesentlichen ein Mikro-System unserer Gesellschaft. Warum sollte es anders funktionieren als das große Gesellschaftssystem?

BZ: Was ist im Sport anders?
Stoll: Gerade der Leistungssport orientiert sich an zu erbringenden Leistungen. Im Sport hat man das bis vor zehn bis 15 Jahren noch stark stigmatisiert, sodass Sportler damit nicht an die Öffentlichkeit gegangen wären. Das hat sich verändert seit ...

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