Stuttgart

Ein Brettspielerfinder glaubt an den großen Wurf

David Krenz

Von David Krenz

Fr, 11. März 2011

Panorama

Brettspielerfinder basteln neue Welten und deren Regeln – das klingt nach Traumjob. Doch die Realität ist voller Spielverderber.

Auf einer Spielemesse: Zwei Männer würfeln. Für einen steht viel auf dem Spiel, der andere macht nur seinen Job. Der eine ist Daniel Danzer, ein langer Kerl. Brille, ausgewaschenes Shirt und Tennistreter, das Uralt-Handy an den Gürtel geschnallt – wie ein Informatikstudent sieht er aus. Dabei ist er 47. Der andere ist Stefan Stadler, 37, Redakteur beim Kosmos-Verlag in Stuttgart.

Das Würfelspiel hat Danzer erdacht, "Rauf auf die Scholle" heißt es, auf der Messe zeigt er es jedem, der es sehen will. Das Spielbrett ist eine Eisscholle, wie eine Kolonie Pinguine drängeln die Würfel um die besten Plätze. Danzer will sich einen Traum erfüllen: sein erstes Spiel veröffentlichen. "Tolle Idee, überzeugt mich", sagt Stadler, nachdem die Würfel gefallen sind. "Ist nur leider nichts für uns." "Hab’s geahnt", sagt Danzer.

Er kennt die Spielregeln. Der Markt für neue Gesellschaftsspiele ist klein und viele wollen drauf. Wie auf eine Scholle. Selbst Kosmos, ein Großer der Branche, veröffentlicht nicht mehr als 20 Spiele pro ...

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