Interview

"Eine Panik in Tokio wäre fatal"

Michael Neubauer

Von Michael Neubauer

Fr, 18. März 2011 um 19:09 Uhr

Panorama

Seit Tagen verlassen viele Menschen Tokio – aus Angst davor, dass der Wind die Radioaktivität in die Millionenmetropole treibt. Gerold Reichenbach, Vorsitzender des Deutschen Komitees Katastrophenvorsorge, hält eine Evakuierung der Großstadt für logistisch nicht machbar. Ein Interview.

BZ: Kann man eine Stadt wie Tokio überhaupt evakuieren?

Reichenbach: Es geht ja nicht nur um Tokio allein, sondern um einen ganzen Großraum mit 35 Millionen Menschen. In einem so kurzen Zeitraum ist eine Evakuierung unmöglich.

BZ: Wenn die atomare Wolke käme – was können die Behörden überhaupt tun?

Reichenbach: Der Katastrophenschutz hat weltweit mit solchen Größenordnungen kaum Erfahrung. Wir kennen Tschernobyl: Da wurden zunächst 80.000 Menschen vor allem mit Bussen umgesiedelt, am Ende rund 350.000 Menschen insgesamt – allerdings geschah das über längere Zeit. Wir kennen New Orleans, da ...

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