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Polizei zur Festnahme von Yves R. in Oppenau: "Strategie ist aufgegangen"

Ralf Burgmaier, Benedikt Spether, Dora Schöls, Joshua Kocher, Bernhard Amelung, Michael Saurer, dpa

Von Ralf Burgmaier, Benedikt Spether, Dora Schöls, Joshua Kocher, Bernhard Amelung, Michael Saurer & dpa

Sa, 18. Juli 2020 um 12:58 Uhr

Offenburg

Sechs Tage war Yves R. auf der Flucht, jetzt ist er gefasst. Seit Freitagnachmittag befindet sich der 31-Jährige aus Oppenau in Haft. Am Samstag wurde er dem Haftrichter in Offenburg vorgeführt.

Das Wichtigste zum Fall Yves R. in Kürze
Seit Freitagnachmittag ist Yves R. in Haft. Der 31-Jährige wurde in einem Waldstück in der Nähe von Ramsbach, einem Ortsteil der Stadt Oppenau, angetroffen und festgenommen. Zwei Zeugen hatten der Polizei den entscheidenden Hinweis geliefert, der zu seiner Festnahme geführt hat. Bei der Festnahme wurden er und ein Polizist leicht verletzt. Yves R. war seit Sonntag, 12. Juli, auf der Flucht. Bei einer Personenkontrolle hatte er vier Polizisten bedroht und entwaffnet. Danach war er in den Wald bei Oppenau geflohen. Die Polizei Offenburg leitete sofort eine Fahndung nach ihm ein. Das kleine Oppenau befand sich im Ausnahmezustand. Zeitweise waren mehr als 300 Polizisten, Mitglieder eines Sondereinsatzkommandos und die Bergwacht im Einsatz. Insgesamt waren rund 2500 Einsatzkräfte, darunter auch Mantrailer, an der Fahndung nach Yves R. beteiligt. Die Polizei setzte bei der Fahndung auch Helikopter ein, die mit Wärmebildkameras ausgestattet waren. Das unübersichtliche Gelände erschwerte die Suche. Yves R. galt in Oppenau als Sonderling. Er selbst bezeichnete sich als Waldläufer. Im Juni dieses Jahres hatte er einem Gastronomenpaar in Oppenau ein Schreiben übergeben, das den Titel "Ruf der Wildnis" trägt. Yves R. ist mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen Waffendelikten und gefährlicher Körperverletzung. 2009 hatte er mit einer Armbrust auf eine Freundin geschossen und sie schwer verletzt. Das Amtsgericht Pforzheim verurteilte ihn zu dreieinhalb Jahren Jugendstrafe. Aus alten Akten geht auch hervor, dass er wegen Volksverhetzung verurteilt wurde.
Samstag, 12:35 Uhr: Am Tag nach seiner Festnahme ist Yves R. nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei am Samstag dem Haftrichter am Amtsgericht Offenburg vorgeführt und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht worden.
"Die ersten Ermittlungsergebnisse lassen darauf schließen, dass sich der Gesuchte, wie von den ermittelnden Beamten vermutet, die vergangenen Tage tatsächlich durchweg in dem Waldgebiet rund um Oppenau aufgehalten hatte", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Unterstützung von anderen Menschen habe er in dieser Zeit nicht erhalten.
In "umfassenden Angaben" gegenüber der Kriminalpolizei habe R. angegeben, dass die Waffe, die er am vergangenen Sonntag auf vier Polizisten gerichtet habe, eine Schreckschusswaffe sei. "Diese Angaben können zum jetzigen Zeitpunkt nicht widerlegt werden", so die Polizei. "Die Untersuchungen hierzu dauern aktuell noch an."
Freitag, 21:45 Uhr: "Wir sind überglücklich und zufrieden", sagte Offenburgs Polizeipräsident Reinhard Renter am Freitagabend. Wie genau die Festnahme des Mannes verlief, der am Sonntag vier Polizisten entwaffnet hatte und mit den erbeuteten Dienstwaffen in die Wälder floh, wollte Einsatzleiter Jürgen Rieger aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Bekannt ist, dass gegen 15 Uhr zwei Zeugen Yves R. In einem Waldgebiet nordwestlich von Oppenau gesehen haben und dies den Beamten meldeten. Diese kamen daraufhin mit einem Personenspürhund. "Der Hund sprang sofort an, daher wussten wir, dass es eine frische Fährte sein musste", sagte Rieger. Die Spezialkräfte der Polizei fanden R. daraufhin in einem Busch sitzend vor. Ober sich dort versteckt hatte, ist bislang nicht bekannt. Die ...

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