LA Roux

POP: Einfach mal in Energie baden

Sven Meyer

Von Sven Meyer

Mi, 12. Februar 2020

Rock & Pop

Mit dem Synthpop-Hit "Bulletproof" wurde La Roux 2009 mit einem Schlag zum Star. Zwei Jahre darauf gab es für das selbstbetitelte, gnadenlos im Sound der 80er badende Debütalbum den Grammy. Elf Jahre später meldet sich Elly Jackson, die Sängerin und Multiinstrumentalistin, die sich hinter La Roux verbirgt, mit "Supervision" zurück. Die Stimme der 31-jährigen Britin klingt besser denn je. Mit ihrem eindringlichen Falsett nimmt sie den Hörer mit in eine Retro-Disco, in der Synthesizern auch R&B, Funk und Soul zum Zuge kommen. Offenbar hat Jackson beim Komponieren viel Prince, Michael Jackson und Chic gehört. Acht Tracks treiben in einem Flow voll warmer Energie über den Dancefloor. Songs wie "Automatic Driver" und "International Woman of Leisure" sind mit ihren hypnotischen Beats tanzorientiert, gehen sofort ins Ohr und verfügen doch über Tiefe (kein Song unter fünf Minuten!), die das Werk vom Mainstream abgrenzt. Die absolute Killer-Melodie fehlt zwar, dafür groovt der Sound derart lässig, dass es eine wahre Freude ist.

La Roux: Supervision (Believe Digital).