Ellenbogenbruch bei Koppenburg

Matthias Konzok

Von Matthias Konzok

Mo, 03. August 2020

Radsport

Lörracher Radrennfahrerin bei Trainingsfahrt in Italien gestürzt.

Clara Koppenburg befand sich in prächtiger Form. Für den Klassiker Strade Bianche in der italienischen Toskana dürfte die Konkurrenz die Lörracher Radrennfahrerin (Team Paule Ka) auf dem Zettel gehabt haben. Doch am Freitag, einen Tag vor dem World-Tour-Rennen, stürzte die 24-Jährige bei einer Trainingsfahrt, erlitt einen Ellenbogenbruch und Schürfwunden. "Die Strecke war extrem anspruchsvoll und gefährlich", berichtete Koppenburg am Sonntag. Am üblichen Termin der Strade Bianche im März sei der Untergrund witterungsbedingt kompakter, nun aber – zudem nach längerer Trockenperiode – lose gewesen. Auf einer Schotterpassage "bin ich über den Lenker geschleudert worden", so Koppenburg, die angesichts der Schwere des Sturzes mit dem Ausgang sogar noch froh sei.

"Meine frühere Teamkollegin Ashleigh Moolman ist zehn Minuten vor mir an der selben Stelle gestürzt. Wir haben uns im Krankenhaus getroffen", so Koppenburg, deren Behandlung in Siena sechs Stunden dauerte. In Südbaden zeigte sich beim Röntgen am Sonntag allerdings, dass eine tiefe Wunde nicht richtig gesäubert worden war. "Es waren noch Steine drin", bei einer kleinen Operation "hat man die halbe Straße noch aus meinem Arm rausgeholt", meinte Koppenburg. Bei optimalem Heilungsverlauf hofft sie, beim nächsten geplanten Rennen ihrer Equipe am 18. August wieder starten zu können.