Förderung für Radverkehr

Radweg zwischen Prechtal und Frischnau und Schnellweg in Aussicht

BZ / Nikolaus Bayer

Von BZ-Redaktion & Nikolaus Bayer

Mi, 13. Mai 2020 um 13:04 Uhr

Elzach

Das Land Baden-Württemberg hat sein Fördervolumen für den Radverkehr erheblich erweitert. Davon profitieren auch der Radwegebau zwischen Prechtal und der Frischnau und Schnellwege.

Das Land Baden-Württemberg hat sein Fördervolumen für den Radverkehr erheblich erweitert. Insgesamt stehen in diesem Jahr damit 58 Millionen Euro für die Verbesserung in der Infrastruktur zur Verfügung – 2019 waren es 30 Millionen und 2018 rund 18 Millionen Euro. Vom Programm profitiert auch das Elztal. Hier ist der Radweg zwischen Elzach und der Pelzmühle im Programm.

Der Radweg von Elzach-Prechtal bis Biederbach-Frischnau wird seit Jahren von den beiden Gemeinden gewünscht. Er soll von der Abzweigung der B 294 beim Fröschenbach über 1,86 Kilometer bis zum Hotelgasthof Adler-Pelzmühle führen. Dabei wird er in der Talsenke entlang des Frischnaubaches parallel zu der in Richtung Heidburg führenden Bundesstraße verlaufen. Zu etwa zwei Drittel liegt er erst auf Elzacher, danach auf Biederbacher Gemarkung. Die Trasse steht also schon lange fest.

Schwierig gestaltete sich das Vorgehen. Im Rahmen eines Entbehrlichkeitsverfahrens musste zunächst geklärt werden, dass keine formelle Planfeststellung notwendig wird. Die Wegführung musste dadurch im Einvernehmen geregelt werden – auch beim Grunderwerb. Mit allen Grundstückseigentümern und Pächtern galt es sich zu einigen. Deren Zustimmung zur Flächenabgabe liegt inzwischen vor. Der tatsächliche Eigentumswechsel erfolgt aber erst nach Fertigstellung des Weges und genauer Ermittlung des erfolgten Flächenbedarfs. Im Zuge ihrer Brückensanierung wurde der Radwegebau von der Stadt Elzach schon berücksichtigt. So wurde die Brücke über den Frischnaubach erneuert und für den Bedarf eines Radweges verbreitert. Die Genehmigungsplanung für den Weg selbst ist abgeschlossen. Sie liegt dem Regierungspräsidium vor. Nach deren Freigabe könnte, wie Bauamtsleiter Tobias Kury mitteilt, sofort die Ausführungsplanung mit anschließender Ausschreibung beginnen. Ein Baubeginn wäre also in diesem Jahr noch möglich. Die Baukosten für den Radweg werden vollständig vom Land übernommen. Der Grunderwerb ist Sache der Gemeinden. Die Planungskosten tragen beide anteilig, wobei es dafür noch einen Zuschuss des Landes gibt.

Das Fahrrad sei eine der zentralen Säulen der Mobilität der Zukunft und habe unter dem Eindruck von Corona an Bedeutung gewonnen, unterstrich Verkehrsminister Winfried Hermann bei Bekanntgabe des Programms. "Die Bedeutung des Fahrrads als leistungsfähiges, klimaschonendes und gesundheitsförderndes Verkehrsmittel ist in den letzten Wochen noch einmal deutlich geworden. Jetzt stellen wir die Weichen, um den Radverkehr auf eine nächste Stufe zu heben. Das Ziel, den Radverkehrsanteil bis zum Jahr 2030 auf 20 Prozent zu verdoppeln, haben wir fest im Blick."

Weiter vorankommen soll in diesem Jahr auch die Planung für die Fahrradschnellverbindungen von Freiburg nach Emmendingen und von Freiburg nach Waldkirch, um ein attraktives Angebot für Pendler zu schaffen.