Verkehr

Rat beschließt Tempo 40 für die gesamte Löffinger Ortsdurchfahrt

Christa Maier

Von Christa Maier

Fr, 16. Oktober 2020 um 19:04 Uhr

Löffingen

Mit knapper Mehrheit beschloss der Löffinger Gemeinderat am Donnerstag Tempo 40 für die Obere und Untere Hauptstraße sowie für die Dittishauser Straße.

Wer künftig durch Löffingen fährt, darf wieder etwas mehr Gas geben. Der Gemeinderat hat sich mit knapper Mehrheit für eine Änderung der Geschwindigkeitsreduktion in der Oberen und Unteren Hauptstraße von 30 Stundenkilometer auf 40 Stundenkilometer und eine Ausweitung auf die Dittishauser Straße ausgesprochen.

Dabei kam der Vorschlag, die Geschwindigkeitsreduktion auch auf die Dittishauser Straße auszuweiten, nicht vom Gemeinderat, sondern vom Landratsamt, das die Möglichkeit der Lärmschutzverbesserung ins Spiel brachte. Dies sorgte für Verwunderung, da die im Jahr 2013 von der Werbegemeinschaft aus Verkehrssicherheitsgründen beantragte Geschwindigkeitsreduktion für die komplette Durchgangsstraße (von der Bundesstraße 31 bis zum ehemaligen Landwirtschaftsamtsgebäude) vom Landratsamt nur für die Obere und Untere Hauptstraße und nur aus Lärmschutzgründen genehmigt worden war. Der Aspekt der Verkehrssicherheit hingegen kam nicht zum Zuge. Jetzt habe sich die Rechtsprechung zum Lärmschutz weiterentwickelt und die Lärmwerte an den bereits jetzt auffälligen Örtlichkeiten an Durchgangsstraßen wurden erneut überprüft und bewertet, begründet das Landratsamt seinen Vorstoß.

Rudolf Gwinner (FDP) und Dieter Köpfler (SPD) meinten, dass sich die Lage seit der Einführung von Tempo 30 verbessert habe und angesichts des neuen Schulwegs (vom Ausweichquartier an der Talstraße her) die auf die Dittishauser Straße ausgedehnte Geschwindigkeitsreduktion Sinn mache. Wolfram Wiggert (CDU) glaubt, dass sich die Verkehrssicherheit bei der Kreuzung Schlempental/Obere Hauptstraße erhöhen könnte. Dass in der Hauptstraße Tempo 30 gilt und in den Nebenstraßen Tempo 50 will Jens Fischer (SPD) nicht einleuchten. Nach Ansicht von Siegfried Sauer (SPD) entbehrt die Geschwindigkeitsreduktion schon wegen fehlender Zahlen jeglicher Grundlage. Lastwagen würden ohnehin nicht schneller als 30 Stundenkilometer fahren. "Das ist ja bald wie in Freiburg."

Ihr sei es letztlich egal, ob Tempo 30 oder 40, doch das müsse dann durchgängig sein, gab Anette Heiler auf den entsprechenden Vorschlag von Paul Wolber (FDP/FW) zu verstehen. Die Anwohner an den heutigen Übergängen von Tempo 30 auf Tempo 50 seien durch das Hoch- und Runterschalten der Fahrzeuge arg geplagt. Elf Ratsmitglieder stimmten Wolbers Vorschlag zu, zehn votierten für durchgehend Tempo 30. Zwölf Tempo-30-Schilder werden daher demnächst gegen Tempo 40-Schilder ausgetauscht und durch weitere ergänzt werden.