Alarmstufe Rot

Margit Mertens

Von Margit Mertens

Sa, 29. Oktober 2011

Bildung & Wissen

Verführungsmittel, Leistungsstimulanz, Warnzeichen – der Farbe Rot wird so manches zugetraut. Zu Recht?.

Marthe, die Heldin in Noëlle Châtelets Roman "Die Klatschmohnfrau", betrachtet ihr Schlafzimmer: "Kann man sich etwas Jämmerlicheres vorstellen als diese einheitlichen, verblichenen Beigetöne der Vorhänge und der Tagesdecke?" Bei der Einrichtung dürften ihr Witwendasein und ihre Einsamkeit eine Rolle gespielt haben. Schließlich wählt sie für ihr Schlafzimmer einen Stoff aus, der mit leuchtend roten Blumen übersät ist, mit Klatschmohn, der Blume des Begehrens, wie es in dem Buch heißt. In Marthes Lieblingsfarbe. Der verbotenen Farbe Rot.

Die Autorin der "Klatschmohnfrau" lehrt Kommunikationswissenschaft in Paris und spielt in ihren Romanen und Erzählungen gerne mit Farben. Mit dem Rot lässt sie Liebe, Leidenschaft und Lust in das bis dato eintönige Leben der verliebten 70-jährigen Marthe zurückkehren. Sind Lebensfreude und Psyche wirklich so leicht zu beeinflussen? Ja, meinen viele Wissenschaftler, die versucht haben, der Bedeutung der Farbe Rot auf den Grund zu gehen. Psychologen, Evolutionsbiologen, Gehirnforscher, Wirtschafts- und Sportpsychologen haben dabei einiges zusammengetragen.

Auch bei Affen macht

Rot Eindruck.

Eines steht für alle fest: Rot ist dem Menschen viel ...

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