HINTERGRUND: Einst 94, heute 118 Elemente

Franz Schmider

Von Franz Schmider

Sa, 24. August 2019

Bildung & Wissen

Das Periodensystem wurde vor 150 Jahren entwickelt.

Die Uno hat 2019 zum Jahr des Periodensystems gekürt, das 150 Jahre alt wird. Es wurde 1869 nahezu zeitgleich aber unabhängig von Dmitri Mendelejew und Lothar Meyer entwickelt und veröffentlicht. Es ordnete die damals bekannten 94 Elemente. Heute sind es 118 Elemente von Wasserstoff (Ordnungszahl 1) bis Oganesson (118). 83 davon sind seit der Entstehung der Erde existent, elf kamen im Laufe der Erdgeschichte hinzu und kommen natürlich vor, teils nur in extrem geringen Mengen. Die Elemente mit den Ordnungszahlen 95 bis 118 sind künstlich erzeugt. Die Ordnungszahl entspricht der Anzahl der Protonen im Atomkern. Der Kern wird umgeben von der jeweils entsprechenden Ladung in Form von Elektronen. Dagegen variiert bei verschiedenen Elementen die Zahl der Neutronen, es bilden sich sogenannte Isotope.

Der Aufbau des Periodensystems folgt zwei Kriterien: In der Waagrechten ist dargestellt, wie viele Schalen einen Atomkern umgeben. Auf der inneren Schale haben zwei Elektronen Platz, auf der zweiten und dritten Schale sind es dann jeweils acht, auf der vierten 18. Deshalb hat die erste Reihe nur zwei Elemente (Wasserstoff, Helium), die zweite acht.

In der Senkrechten sind Elemente, die alle jeweils ähnliche Eigenschaften haben, in Gruppen zusammengefasst. Daher der Name: Eigenschaften von Elementen tauchen in der gesamten Reihe periodisch immer wieder auf. Ein drittes Ordnungsprinzip folgt der Intensität der Ladung. Daher gibt es auch Nebengruppen. Das Periodensystems gibt daher zum Beispiel bei der Suche nach neuen Werkstoffen wichtige Hinweise.