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BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 07. September 2019

Bildung & Wissen

Plantagen bringen Regen — Fußabdruck von Konferenzen

STUDIE ZU WÜSTEN

Plantagen bringen Regen

Großflächige Plantagen in Wüstenregionen haben gleich mehrere Vorteile. An welchen Stellen sie am effektivsten dem Klimawandel entgegenwirken, das haben Oliver Branch und Volker Wulfmeyer von der Universität Hohenheim mit einem neuen globalen Index herausgefunden, wie die Uni mitteilt. Die wesentlichsten Effekte von Plantagen bestehen demnach darin, dass sie die mittlere Temperatur senken und Niederschlag auslösen können. So könnten sie der Ausbreitung der Wüsten entgegenwirken. Die Wissenschaftler sprechen in ihrer Veröffentlichung in der Fachzeitschrift PNAS von Bio-Geoengineering – ein Begriff für Methoden, bei denen man mittels der Beeinflussung der Biosphäre das Klima auf der Erde bewusst optimieren möchte.

FREIBURGER STUDIE

Fußabdruck von Konferenzen

Für einen bewussteren Umgang mit Forschungsreisen plädiert Sebastian Jäckle vom Seminar für Wissenschaftliche Politik der Uni Freiburg: Er hat die reisebedingten CO2-Emissionen von sechs Konferenzen der Europäischen Vereinigung für Politikwissenschaft (ECPR) untersucht, wie die Uni Freiburg mitteilt. Demnach verbraucht ein Konferenzbesucher im Schnitt 0,5 bis 1,5 Tonnen CO2-Äquivalente pro Tagung. Zum Vergleich: Jeder Deutsche stößt pro Jahr insgesamt etwa elf Tonnen CO2-Äquivalente aus. Jäckles Daten zeigen auch, dass die Hälfte der Emissionen auf nur sieben Prozent der Konferenzteilnehmer zurückgeht – nämlich die mit den weitesten Anreisen. Sein Fazit in der Fachzeitschrift European Political Science: Durch zentrale, gut an die Bahn angebundene Konferenzorte und Videozuschaltung von Teilnehmern könnte der CO2-Fußabdruck deutlich reduziert werden.