Die Maus aus der Haut

Rainer Kurlemann

Von Rainer Kurlemann

Sa, 29. Oktober 2016

Bildung & Wissen

Japanische Forscher haben durch Zellumwandlungen Eizellen gewonnen und erfolgreich befruchtet /.

Es klingt fast wie Zauberei: Japanische Forscher haben gewöhnliche Hautzellen aus dem Schwanz einer Maus im Labor nach und nach in funktionierende Eizellen verwandelt. Mehr noch: Sie befruchteten die künstlichen Eizellen mit Sperma und pflanzten sie in die Gebärmutter einer Maus ein. Daraus entwickelten sich erstmals lebende, gleichfalls zeugungsfähige Mäuse-Nachkommen.

Dieses – keineswegs magische, sondern wissenschaftliche – Verfahren öffnet den Weg für eine Revolution: Fortpflanzung könnte in der Zukunft auch ohne eigene Eizellen möglich sein. Und es ist der Einstieg in die ungeschlechtliche Vermehrung letztlich auch des Menschen.

Vorerst geht es nur um Mäuse. Doch wenn sich die Methode auf den Menschen übertragen lässt, stehen für Mann und Frau nahezu unbegrenzt viele Eizellen zur Verfügung. Frauen könnten auch nach den Wechseljahren noch Kinder bekommen. Auch der Kinderwunsch von homosexuellen Männerpaaren lässt sich verwirklichen: Ein Mann spendet eine Hautzelle, die zur Eizelle umgewandelt wird, der andere gibt sein Sperma, eine Leihmutter trägt ...

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