Der Profi hilft, Zeit zu gewinnen

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Von dpa

Sa, 27. April 2019

Geld & Finanzen

Wer einen Steuerberater mit seiner Steuererklärung beauftragt, profitiert auch von einer Verlängerung der Abgabefrist.

Wer auf die Steuererklärung verzichtet, verschenkt unter Umständen Geld: Die durchschnittliche Steuererstattung liegt bei 935 Euro pro Jahr, schätzt das Statistische Bundesamt. Viele Steuerzahler müssen eine Erklärung abgeben. Dabei unterstützen Steuerberater als Profis ihre Mandanten. Und die Frist für die Abgabe verlängert sich zudem.

Steuerpflichtige sollten die Frist für die Abgabe ihrer Steuererklärung nicht verpassen. Sonst könnte das Finanzamt einen Verspätungszuschlag berechnen. Allerdings: Arbeitnehmer, Rentner oder Studenten sind nicht immer verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. "Trotzdem würde ich das jedem empfehlen", sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler.

Wer seine Steuererklärung selbst macht, kann im Zweifel beim Finanzamt einem Antrag auf Fristverlängerung stellen, falls er länger braucht. "Die Frist wird teilweise sogar bis Ende September verlängert", sagt Michael Beumer von der Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest. "Man sollte allerdings rechtzeitig anfragen."

Wem diese Zeit dennoch nicht ausreicht oder für denjenigen, der sich im Dickicht der Formulare verliert, der kann sich an einen Steuerberater wenden. Dann bleibt bis zur Abgabe bis Jahresende Zeit.

Freiberufler, Selbstständige und Unternehmer müssen sich bei Beratungsbedarf an einen Steuerberater wenden. Da ist es egal, ob sie das haupt- oder nebenberuflich machen. Auch wer eine Solaranlage auf dem Dach hat oder Geld erbt, sollte sich informieren, ob er einen Steuerberater benötigt.

"Je komplexer der Fall ist, desto sinnvoller ist die Hilfe durch einen Berater", sagt Klocke. Dazu kommt: Wer die Steuererklärung an einen Experten abgibt, gibt auch die damit verbundene Verantwortung ab. Ein Steuerbüro haftet für seine Fehler.

Regel Nummer eins bei der Suche: Der Verein oder Berater sollte in der Nähe sein. Regel Nummer zwei: Ein persönliches Gespräch ist besonders am Anfang notwendig. "Die Frage, ob die Chemie passt, spielt für viele eine entscheidende Rolle", sagt Minou Khodaverdi von der Bundessteuerberaterkammer. "Eventuell können Kollegen, Freunde oder die Familie eine Empfehlung geben", ergänzt Isabel Klocke. Auch ein Blick auf Qualifikationen und Arbeitsgebiete könne weiterhelfen. Welche Zertifikate hat der Experte? Womit kennt er sich besonders gut aus? Wer sich Steuerberater nennt, hat eine staatliche Prüfung bestanden. Übrigens: Die Kosten für den Steuerberater kann man in der Steuererklärung als Werbungskosten angeben, sagt Michael Beumer. Dadurch sinkt die Steuerlast im Folgejahr. Dabei hat der Steuerberater einen gewissen Spielraum, um den Preis festzulegen. Darum sollte man die Kosten gleich ansprechen, empfiehlt Isabel Klocke vom Steuerzahlerbund.

Eine Übersicht über die Berechnung der Kosten gibt die Steuerberatergebührenverordnung unter mehr.bz/verguetung.