Great Barrier Reef in Australien

"Wird es aussterben?"

Lija Berenz, Klasse 9a, Marie-Curie-Gymnasium

Von Lija Berenz, Klasse 9a, Marie-Curie-Gymnasium (Kirchzarten)

Di, 19. Februar 2019 um 14:23 Uhr

Schülertexte

Das Great Barrier Reef ist längst nicht mehr nur bunt. Denn das weltbekannte Riff ist in Gefahr. Ein Text von Lija Berenz, Schülerin der Klasse 9a des Marie-Curie-Gymnasiums in Kirchzarten.

"Wird das Great Barrier Reef aussterben?" Das ist eine oft gestellte Frage, die nur mit zwei Buchstaben beantwortet werden kann: Ja! Wenn wir ihm nicht helfen, wird es vermutlich schon in 50 Jahren der Fall sein. Ein schöner Ort für Touristen, doch für die Einheimischen ist es der reinste Horror. Über 2300 Kilometer erstreckt sich das australische Great Barrier Reef an der Nordost-Küste von Queensland. An manchen Stellen ist es eine bunte, schöne Landschaft voller Leben, an anderen wiederum ist es trist und leblos, wie auf einem anderen Planeten.

Von außen scheint alles in Ordnung zu sein, doch wenn man hineintaucht, taucht man in eine Welt voller Stille und Traurigkeit. Einzelne Fische schwimmen umher, um nach Nahrung und Schutz zu suchen. Vergeblich. Nicht nur die Meerestiere leiden enorm unter dem Absterben der Unterwasserschönheit, welches durch Umweltverschmutzung und Klimawandel zustande kommt, sondern auch die Touristikunternehmen in Australien. Es gibt insgesamt über 800 Tour-Anbieter, die Fahrten zum Riff organisieren und mit dem Unternehmen insgesamt drei Milliarden Euro im Jahr einnehmen. Damit ist dieses Geschäft eines des wichtigsten des Landes. Wenn es durch das Korallensterben verloren ginge, würde ein Teil der Wirtschaft in Ozeanien zusammenbrechen.

Mein Onkel, Mark Contempree, wohnt schon seit seiner Geburt in der Nähe von Cairns und braucht nur knapp eine Stunde hinaus zum weltberühmten Riff. Er taucht und angelt sehr gerne und deshalb ist er auch oft auf dem Meer. Dann sieht er die abgestorbenen Bereiche des Great Barriere Riffs und wird immer wieder traurig, es in diesem Zustand zu sehen. Für ihn ist es unvorstellbar, dass es in ein paar Jahren nicht mehr vorhanden sein soll.

Man kann nur hoffen, dass die Menschheit zur Vernunft kommt und besser auf die Umwelt achtet. Oder dass ein Wunder geschieht, wobei beides vermutlich nicht eintreten wird.