D’Virgilio, Morse & Jennings

ROCK: Wunderbar hippieesk

Alfred Rogoll

Von Alfred Rogoll

Do, 05. Mai 2022

Rock & Pop

Mehrstimmige Gesangsharmonien in getragenem Softrock: Sie waren einst das Markenzeichen der Supergroup Crosby, Stills, Nash & Young. Zum Verwechseln ähnlich tönen nun D’Virgilio, Morse & Jennings auf ihrem Album "Troika", präsentieren sich als erstklassige Vollblutmusiker. Nicht nur in Formationen wie den amerikanischen Spocks Beard oder den englischen Haken sammelten sie Meriten in weiter Spannweite zwischen Prog, Metal und Rock. Nun aber an akustischer Gitarre orientiert erklingen Stücke wie "Everything I Am", "Another Trip Around The Sun" und "A Change Is Gonna Come". Wunderbar hippieesk. Und manchmal schimmern hier gar noch Sounds der legendenumrankten Eagles. Unerwartet, das in derart gefälliger, auch trefflich schlichter Komposition geboten zu bekommen. Es kann auch mal rockiger werden: "Second Hand Sons" klingt beim Intro etwas nach Jimi Hendrix’ "Voodoo Chile". Natürlich werden da in der Folge stimmige Gesangsparts nicht vernachlässigt. Immer wieder glänzt außergewöhnliches Format. Ein richtig gutes Album, nicht nur für Folk- und Country-Rockfreunde der Woodstock-Generation.

D'Virgilio, Morse & Jennings: "Troika". (InsideOut Music, Sony.)