40-Jahre Europa-Park

Ein Blick hinter die Kulissen des Europa-Parks

Dominik Bloedner

Von Dominik Bloedner

Sa, 11. Juli 2015 um 12:16 Uhr

Rust

Freizeit und Vergnügen, das ist der Anspruch des Europa-Parks, aber Spaß zu verkaufen ist harte Arbeit – zum 40. Gründungstag ein Blick hinter die Kulissen des Freizeitparks.

Diese Maschine brummt. Und sie braucht Menschen, die sie warten und am Laufen halten – der Europa-Park in Rust mit seinen Hotels, den zahllosen Fahrgeschäften, Shows, Imbissbuden, Gastrotempeln, der Wäscherei und den Werkstätten. An diesem Wochenende feiert der Freizeitpark seinen 40. Gründungstag. Wir haben einen Blick hinter die Kulissen getan und einige seiner Maschinisten bei ihrer Arbeit begleitet.

6.00 Uhr
Die Sonne kriecht gerade über die Schwarzwaldgipfel, es wird heute wieder richtig heiß. Der Elsässer Thierry Walter ist wie jeden Tag einer der ersten im Park. 51 Jahre ist er alt, gelernter Schlosser und seit 36 Jahren schon dabei, ein ganzes Berufsleben. Thierry Walter kümmert sich um den Silver Star, den Giganten unter den Achterbahnen. Er kontrolliert gerade den Motor des Lifts, der die Züge auf 73 Meter Höhe katapultiert. Lange war der 2002 eröffnete Silver Star die höchste Bahn in Europa, 2012 hat ihn der Mega Coaster Shambhala im Park Port Aventura nähe Barcelona um drei Meter übertroffen. In seinen Handwerkerhänden hält Thierry Walter zwei leere Dosen Schmiere, die er soeben ausgewechselt hat. Dann geht er in die Wartungshalle, wo die Züge über Nacht geparkt werden. "Alles muss sich bewegen", sagt er und rüttelt an den Rädern. Ein kurzer Check, ob der Spezialgummi an irgendeinem Rad abgefahren ist, dann geht der Kontrollgang weiter.

7.00 Uhr
Nun der Aufstieg zum Ende des Lifts: 324 Stufen. Höhenangst? "Nein", sagt der Elsässer, lacht, hakt den Sicherheitsgurt am Geländer ein und stapft los, um die Kette, die Rücklaufsperren und die Gummipuffer zu kontrollieren. Ein grandioser Ausblick, 95 Hektar ist der Park inzwischen groß, vor vierzig Jahren, zu Beginn, waren es gerade einmal 16. Und aus 15 Attraktionen sind über einhundert geworden. Der Besucherparkplatz ist noch leer, Putztrupps klein wie Ameisen wuseln da unten, auf den anderen Fahrgeschäften ...

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