Rutschpartien auf Straßen

dpa

Von dpa

Do, 14. Januar 2021

Südwest

Schneefälle in höheren Lagen und Glatteis in den Niederungen bereiteten Autofahrern Probleme.

(BZ/dpa). Winterwetter hat in Südbaden wie in ganz Baden-Württemberg den Verkehr teilweise lahmgelegt. Schneefälle und Glatteis führten am Dienstag und Mittwoch zu zahlreichen Unfällen. Räumdienste, Streufahrzeuge und Abschlepper waren im Dauereinsatz.

Im Schwarzwald ging zeitweise nichts mehr auf den Straßen. Mitunter fuhren sich viele Lkw trotz Schneeketten fest und mussten geborgen werden. Kilometerlange Staus entstanden. Einige Straßen wurden für den Schwerverkehr und andere komplett gesperrt. Die Polizei hat nach eigenen Angaben 15 Lastwagenfahrer angezeigt, weil sie sich trotz eines Verbots am Aufstieg auf den Feldberg versuchten. Die dortige B 317 wurde zeitweise für den Schwerverkehr über 7,5 Tonnen komplett gesperrt. Im Kreis Waldshut wurden ebenfalls einige Straßen gesperrt. Bei Gutach im Ortenaukreis half ein vorbeifahrender Landwirt einem steckengebliebenen Brummi und zog ihn mit dem Traktor aus dem Schnee.

Während in Höhenlagen der Schnee den Autofahrern Probleme bereitete, waren es in niederen Lagen teilweise spiegelglatte Straßen. Bei Rheinfelden überschlug sich eine Frau mit ihrem Auto, konnte sich aber leichtverletzt aus dem Fahrzeug befreien. Bei Appenweier (Ortenaukreis) kam ein Streifenwagen nach einer Verfolgungsfahrt von der Straße ab. Die Polizei Offenburg berichtet von elf Rutschunfällen in der Ortenau und zwei liegengebliebenen Schwerlastfahrzeugen. Glücklicherweise gab es nur Blechschäden und leichtere Verletzungen. In der Fahrradstadt Freiburg sind nach Angaben der Polizei zahlreiche Radfahrer gestürzt und mussten sich teilweise zur Behandlung ins Krankenhaus begeben.

Polizeiangaben zufolge verursachten im Allgäu, Linzgau und auf der Schwäbischen Alb auf schneeglatten Fahrbahnen liegengebliebene Lastwagen lange Staus an Steigungen. Auf der Autobahn 96 kam der Verkehr von Dienstag an zwischen Wangen und Kißlegg (Kreis Ravensburg) über Stunden zum Erliegen, weil sich Lkw festgefahren hatten. Auch die Umleitungsstrecken waren überlastet.

In den Kreisen Ravensburg und Sigmaringen sowie im Bodenseekreis kam es zwischen Dienstag und Mittwoch zu insgesamt 50 witterungsbedingten Unfällen. Auch zwischen Donau und Alb ereigneten sich auf rutschigen Straßen mehrere Auffahrunfälle mit zumeist Leichtverletzten, einige Autos landeten im Graben.