SC erzielt zehn Millionen Euro Gewinn

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Do, 14. Oktober 2021

SC Freiburg

Mitgliederversammlung wählt Fugmann zum Präsidenten .

. Trotz Corona kommt der Sportclub Freiburg stabil und sogar mit einem Plus aus dem Geschäftsjahr 2020/21. Der Überschuss liegt bei 9,8 Millionen Euro, wie Finanzvorstand Oliver Leki in der Mitgliederversammlung am Mittwochabend in der Sick-Arena der Messe Freiburg berichtete. Die Bilanzsumme steig auf 132,3 Millionen Euro. Allerdings hatte der SC wegen der Corona-Pandemie durch Wegfall der Einnahmen aus Ticketverkauf und Sponsoring Millionenverluste. Dass der Verein trotzdem keine roten Zahlen schreiben musste, lag an den Transfererlösen durch den Verkauf der damaligen SC-Spieler Alexander Schwolow, Robin Koch und Luca Waldschmidt im Sommer

"Wir hatten damals eine ganze Achse verloren", sagte Sportvorstand Jochen Saier. Trotzdem sei der SC in der Erfolgsspur geblieben. Dafür dankte er der Mannschaft, dem Trainerteam um Christian Streich sowie Sportdirektor Klemens Hartenbach. Saier verwies darauf, dass aktuell 12 der 26 Spieler im Kader eine Vergangenheit in der Freiburger Fußballschule hätten: "Das ist der Freiburger Weg, in dem viel Arbeit und Herzblut steckt und dem wir auch treu bleiben wollen", so Saier. Dafür gab es jede Menge Beifall der anwesenden rund 700 SC-Mitglieder.

Der Aufsichtsratsvorsitzende des SC, Heinrich Breit, gab bekannt, dass die Verträge mit den Vorständen Leki und Saier bis zum Jahr 2024 verlängert worden sind. Neu ist der ehrenamtliche Präsident des Vereins: Eberhard Fugmann, der frühere Direktor des Freiburger Rotteckgymnasium, wurde von den Mitgliedern zum Nachfolger von Fritz Keller gewählt. Er erhielt dabei eine große Mehrheit bei sechs Gegenstimmen und 23 Enthaltungen. Fugmann will als Präsident den Dialog mit den Mitgliedern und auch mit der Fanszene führen. Er wolle den "SC-Spirit" erhalten, so Fugmann, der sich zum Sportclub als eingetragenem Verein und zur 50+1-Regel bekannte.