Schneefall wirbelt Zeitplan der Ski-WM durcheinander

dpa

Von dpa

Di, 09. Februar 2021

Ski Alpin

Nach Verlegung der Frauen-Kombination muss auch der Super-G der Männer verschoben werden / Veranstalter hoffen auf besseres Wetter ab der Wochenmitte.

Für die Corona-Pandemie sind sie in Cortina d’Ampezzo bestens präpariert – gegen das Wetter aber helfen weder Masken noch Tests. Massen an Neuschnee haben an den ersten Tagen der alpinen Ski-Weltmeisterschaft in Italien das Programm durcheinandergewirbelt. Nachdem es die Nacht über geschneit hatte, wurde die Kombination der Frauen am Montag abgesagt. Am Abend folgte die Entscheidung, auch den für Dienstag geplanten Super-G der Männer auf Donnerstag zu verschieben und die Frauen-Kombination kommenden Montag nachzuholen.

Als WM-Auftakt soll nun am Dienstag der Super-G der Damen mit Kira Weidle als einziger deutscher Starterin stattfinden. Anders als die Männerpiste, die wegen der Lawinengefahr nicht mehr rechtzeitig präpariert werden kann, dürften die Arbeiten am Frauen-Hang unterhalb des Tofane-Massivs also klappen.

Von Frust war im Schatten der Dolomiten aber nichts zu spüren. "Für das Team ist es total easy, wir sind das gewohnt", beschwichtigte Alpinchef Wolfgang Maier vom Deutschen Skiverband (DSV). "Wir wissen, dass wir eine Freiluftsportart sind und uns auf Verschiebungen einstellen müssen."

Lieber zu viel Schnee als zu wenig, denken sich auch die Veranstalter. Und Besserung ist in Sicht. Ab Mitte der Woche könnten ideale Bedingungen herrschen, dank der erwarteten eisigen Temperaturen in der Nacht sowie Sonne und milderer Minusgrade tagsüber. "Der Terminplan ist extrem eng", hatte Maier schon vor der Absage der Kombination am Montag gesagt. 13 Entscheidungen sollen bis zum 21. Februar in Cortina fallen, so viele wie nie zuvor bei einer WM. Corona-Sorgen sollten angesichts des Sicherheitskonzepts im kleinen Wintersportort aber nicht auch noch dazu kommen. Über 600 Athleten aus 70 Nationen sind für die WM gemeldet. Inklusive Trainern, Betreuern, Funktionären und Helfern sind laut Veranstalter rund 6000 Menschen für die Titelkämpfe nach Cortina gereist, rund um die Strecke bewegen sie sich in vier voneinander getrennten Blasen. Die deutschen Ski-Asse fühlen sich für den Saisonhöhepunkt sportlich gut gerüstet. Andreas Sander und Romed Baumann sind die großen Hoffnungsträger des DSV im Super-G der Herren, für den zudem noch Simon Jocher und Dominik Schwaiger nominiert wurden. "Die Jungs haben eine wahnsinnig gute Körpersprache und wollen schnell Skifahren", sagte Ex-Skistar Felix Neureuther. Er traut Baumann und Sander nach ihren Plätzen 10 und 13 bei der Generalprobe in Garmisch bei der WM auch viel zu. Und Kira Weidle? "Sie ist eher die Spezialistin im Abfahrtsbereich", sagte Alpinchef Maier. Der Super-G sei "noch eine Baustelle für sie".

Zeitplan: Dienstag, 9.2., 13 Uhr Super-G der Frauen; Mittwoch, 10.2., 10 Uhr Kombination der Männer, Super G und Slalom (13.30 Uhr); Donnerstag, 11.2., 13 Uhr Super-G der Männer; Samstag, 13.2., 11 Uhr Abfahrt der Frauen; Sonntag, 14.2., 11 Uhr, Abfahrt der Männer; Montag, 15.2., Kombination der Frauen (Uhrzeit offen); Dienstag, 16.2., 9 Uhr Parallel Finale der Frauen & 14 Uhr der Männer; Mittwoch, 17.2., 12.15 Uhr Teamwettbewerb Frauen & Männer; Donnerstag, 18.2., 10 Uhr Riesenslalom der Frauen, 1. Durchgang; 13.30 Uhr 2. Dg.; Freitag, 19.2., 10 Uhr Riesenslalom der Männer, 1. Durchgang, 13.30 Uhr 2. Dg.; Samstag, 20.2., 10 Uhr Slalom der Frauen, 1. Durchgang, 13.30 Uhr 2. Durchgang; Sonntag, 21.2., 10 Uhr Slalom der Männer, 1. Durchgang, 13.30 Uhr 2. Durchgang. TV: ARD und ZDF übertragen die Wettkämpfe im Wechsel, Eurosport zeigt sämtliche Rennen live.