Naturphänomen

Eichener See: Geheimnisse eines Gewässers, das kommt und geht

André Hönig

Von André Hönig

Do, 18. Februar 2016 um 19:35 Uhr

Schopfheim

Mal ist er da, mal ist er weg: Der Eichener See bei Schopfheim ist ein südbadisches Naturphänomen. Und selbst für Experten hat das Gewässer mit seinen Urzeitkrebsen noch Überraschungen zu bieten.

Abgründe tun sich fast täglich vor Naturschutzwart Hartmut Heise auf. Misst er doch mehrmals die Woche den Pegelstand des Eichener Sees. So ist er denn jetzt auch nicht von dessen Austritt überrascht. Gleichwohl gibt es selbst für ihn als Kenner noch Neues zu entdecken und zu erforschen. Was, das verrät er André Hönig im BZ-Interview.

BZ: Herr Heise, der Dezember war extrem trocken. Ist so gesehen dieser See-Austritt jetzt eine Überraschung?

Hartmut Heise: Nein, die Karstwanne kann sich ja sehr schnell füllen, wenn es viel regnet und dazu noch große Mengen Schmelzwasser kommen.

"Der Regen der vergangenen Tage und die Schneeschmelze geben jetzt den Ausschlag, dass sich der See zeigt." Hartmut Heise BZ: Sie messen ja fast täglich. Wie waren denn zuletzt die Pegelstände?

Heise: Anfang bis Mitte Dezember befand sich der Grundwasserspiegel auf einem historischen Tiefpunkt. Messungen ergaben einen Pegelstand von unter sechs Metern. Somit war klar, dass sich der See im Dezember nicht an der Oberfläche zeigen wird. Bis Ende Dezember waren keine Niederschläge zu verzeichnen. Ganz zu schweigen von einem Schneefall und dessen Tauwasser. Erst im Januar gab es ergiebige Niederschläge, die den Grundwasserspiegel rasch in die Höhe ansteigen ließen. Innerhalb weniger Tage füllte sich die unterirdische ...

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