Kulturdenkmal

Forstarbeiter machen Wall aus dem Dreißigjährigen Krieg platt

André Hönig

Von André Hönig

Mo, 07. Oktober 2013 um 20:15 Uhr

Schopfheim

Was militärisch weder den Schweden im Dreißigjährigen Krieg, noch später den Franzosen gelungen ist, hat jetzt der Forst mit Baumaschinen geschafft – einen historischen Verteidigungswall bei Raitbach platt zu machen.

Als Teil eines Schanzen-Ensembles ist er als Kulturdenkmal eingestuft – aber nun zumindest auf mehreren hundert Metern bei Wegearbeiten platt gemacht worden. Eine Aktion, die Schanzenforscher Werner Störk auf die Barrikade treibt.

"Das hat mich tief getroffen": Heimat- und Schanzenforscher Werner Störk macht keinen Hehl daraus, dass ihm die teilweise Zerstörung eines historischen Wallgrabens auf dem Schanzbühl bei Raitbach zu Herzen geht. Auf mehreren hundert Metern hat hier der Forst einen Transport- und Maschinenweg angelegt, also den vorhandenen alten Weg verbreitert und eine Tragschicht aufgebracht – dabei allerdings buchstäblich das platt gemacht, was den Graben so speziell machte: der Wall.

Glücksfall für Geschichtsforscher
Er war einst von Bauern in harter, mühseliger Fronarbeit beim Bau des kilometerlangen Weges aufgeschüttet worden, der Weg selbst verband die einstige Erdfestung ...

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