Zisch-Schreibwettbewerb Herbst 2014

Der Ausflug

Brenda Junge, Klasse 4a, Goetheschule, Rheinfelden

Von Brenda Junge, Klasse 4a, Goetheschule & Rheinfelden

Di, 25. November 2014 um 12:52 Uhr

Schreibwettbewerb

Von Brenda Junge, Klasse 4a, Goetheschule, Rheinfelden

An einem schönen Samstagmorgen saß Familie Müller am Frühstückstisch und aß Brot mit Käse. Ihr Kind Jenny war noch im Bett und rappelte sich langsam auf. Sein Vater rief: "Jenny, komm runter! Es gibt Frühstück!" Jenny antwortete fröhlich: "Komme, Papa!" Sie hatte sich gestern schon gefreut, denn Papa und Mama hatten ihr versprochen, heute in den Wald zu gehen, wenn es nicht regnet. Schon sauste sie runter.
Nach dem Frühstück schaute Jenny fern und dann kamen auch ihre Eltern dazu. Jenny wusste, was das bedeutete, und zwar Nachrichten. Und sie hatte Recht. "Jenny Schatz, gibst du mir die Fernbedienung?", fragte ihr Vater. "Ja", sagte sie. Jenny saß nun auf dem Boden, ihre Mutter saß auf dem Sofa und strickte. Da sagte die Nachrichtenmoderatorin spannend die Schlagzeile: "Wildschwein ausgebrochen!" Jetzt machte Jennys Vater den Fernseher lauter. "Ein Wildschwein ist ausgebrochen vom Tierschutzverein. Es streunt im Wald herum." Jenny bekam Angst und machte große Augen, aber zum Glück hatte ihr Vater schon längst nicht mehr zugehört. Jenny hatte Angst, dass sie nicht mehr in den Wald gehen würden. Aber ihre Mutter war fertig mit dem Stricken und sagte nett: "Zieh dich an." "Okay."
Sie zogen sich Jacken und Stiefel an, denn sie wollten nicht frieren. Am Nachmittag stiegen sie ins Auto und fuhren los. Endlich waren sie angekommen. Jennys Vater machte den Kofferraum auf und holte die Wanderstöcke. Sie wanderten los. Sie gingen dicht in den Wald hinein. Es war langsam Abend und sie wollten grillen. Jennys Mutter sagte: "Jenny, hole du Holz, solange wir die Würstchen rausholen." "Ja", sagte Jenny. Sie rannte in den Wald, tiefer und tiefer. Es war schon so dunkel und kalt und sie hatte schon viele Stöcke gesammelt. Sie wollte zurück, aber anstatt zu ihren Eltern lief sie noch tiefer in den Wald. Sie hatte furchtbare Angst, denn sie lief schon eine halbe Stunde lang. Sie gab es auf und setzte sich ins Laub.

Jennys Eltern machten sich langsam Sorgen. "Jenny, Jenny, wo bist du?", riefen sie immer wieder. Es war schon so dunkel, dass sie wieder nach Hause fuhren. Jenny saß im Wald und hatte Hunger. Da fiel ihr ein, dass sie noch Marshmallows hatte. Sie aß und ihr war so langweilig. Auf einmal hörte sie ein Knistern. Jetzt sprang Jenny auf und dachte an das Wildschwein aus den Nachrichten. Sie pirschte das Gebüsch an und da war es, das Wildschwein! "Lass mich in Ruhe!", schnaufte sie. Aber sie merkte, dass das Wildschwein gar nicht böse war. Es hatte nur ein Stromschlaghalsband und das entfernte Jenny. Sie fütterte das Wildschwein mit Marshmallows. Auf einmal rannte es wieder weg. Jenny rief: "Jetzt bleib hier!" Sie rannte hinterher und rannte und rannte.

Plötzlich stand sie bei sich zu Hause vor der Tür. "Hier wohne ich", sagte sie und klopfte. Die Tür ging auf und ihre Eltern waren sehr froh, denn sie hatten gedacht, sie wäre tot. Sie riefen die Polizei und die holten das Wildschwein ab. Jenny bedankte sich. Am Abend erzählte Jenny ihren Eltern alles. "Das war wohl ein Erlebnis!", stöhnte ihr Vater.