Europa-Park Rust

Die Arbeit hinter dem Spaß

Max Selinger, Klasse 9a, Martin-Schongauer-Gymnasium, Breisach

Von Max Selinger, Klasse 9a, Martin-Schongauer-Gymnasium & Breisach

Mo, 05. Mai 2014 um 15:21 Uhr

Schülertexte

Zischup-Reporter Max Selinger hat mit dem Studenten Lukas Metzger gesprochen, der im Europa-Park Rust jobbt.

Seit Anfang April hat Deutschlands größter Freizeitpark wieder seine Tore geöffnet. Knapp fünf Millionen Besucher strömen pro Jahr in den Europa-Park. Lukas Metzger gewährt einen Blick hinter die Kulissen des turbulenten Freizeitparks, wo so viele Menschen arbeiten.

Als einer der größten Arbeitgeber der Region beschäftigt der Europa-Park rund 3400 Mitarbeiter in den Arbeitsbereichen Verwaltung, Gastronomie, Attraktionen, Reinigung, Technik und Handwerk, Shopping sowie Mack Solutions. Die meisten kommen aus Deutschland und dem Nachbarland Frankreich, aber einzelne stammen auch aus weit entfernten Ländern – zum Beispiel aus Vietnam oder Saudi-Arabien.

Auffällig ist, dass im Europa-Park viele junge Menschen Beschäftigung finden. Einer davon ist Lukas Metzger aus einer Nachbargemeinde von Rust. Er hat viele Jahre als Ferienjobber im Europa-Park gearbeitet und fasst auch nach seinem derzeitigen dualen Studium der Betriebswirtschaft mit Fachrichtung Tourismus wieder eine Stelle hinter den Kulissen der umtriebigen Welt der Freizeitparks ins Auge.

Mit knapp 16 Jahren hatte er Küchendienst im französischen Themenbereich, und mit 18 Jahren durfte er an einem Fahrgeschäft – der Achterbahn Euro-Mir – arbeiten. Auf die Frage, ob das ein Aufstieg sei, meint er lachend, dass die Diskussionen mit einem "Zwei-Meter-Mann", der in extra gebeugtem Gang an der Messlatte vorbeischleichen möchte – man darf nur mit einer Körpergröße von maximal 1,95 Metern mitfahren – oder Eltern, die ihre viel zu kleinen Kinder in die Bahn schmuggeln wollen, oft mehr Disziplin und Durchhaltevermögen erfordern, als ein Stapel schmutziger Teller.

Keine Lust mehr auf Kaugummis

Und dann gibt’s da auch noch die, denen eine Achterbahnfahrt auf den Magen schlägt. "Wenn sich einer übergibt, musst du putzen?" Souverän erzählt er von dem Bindemittel, das man zunächst auf die Wagensitzflächen streut und dank dessen man die Sauerei dann mehr oder weniger abfegen kann. Das Mittel riecht stark nach Pfefferminze. "Lust auf Kaugummis habe ich kaum noch", sagt er und grinst. Auch sonst haut Lukas nichts "aus der Bahn", eine andere Arbeit als die in einem turbulenten Freizeitpark kann er sich nicht vorstellen.